Hallo meine lieben Genuss-Indianer*innen, 

mal wieder lange nichts gehört (oder gelesen) von mir. Nun, das liegt ganz alleine an mir. Dieser blöde Lockdown (der sicher wichtig und richtig ist), hat mir mein kleines, aber feines Catering-Geschäft weitestgehend zum Erliegen gebracht. Da musste ich viel nachdenken. Lange Rede, hier bin ich wieder.

Es geht diesmal um Fette. Damit meine ich nicht dicke Leute, sondern Fette in unserem Essen. 

 

Stellen wir uns die Frage: 

 

 

Macht Fett dick?

 

Diese Frage beantwortete man vor 30 Jahren mit einem klaren ja. Heute gibt es sogar Diäten, die mithilfe von Fetten einen Erfolg beim Abnehmen versprechen. Bei dem Thema Fette und Speiseöle wird heute noch gestritten, was nun besser ist. 

 

Woraus bestehen die Makronährstoffe? 

 

 

Makronährstoffe sind die Stoffe, aus denen unser Körper die Energie gewinnt. Dazu zählen Kohlenhydrate, Proteine und eben die Fette. 

Wie schon gesagt, in den 80er Jahren hieß es einfach: Fett macht fett. 

Das hat die Low-Fat-Gemeinde bestärkt und die fettreduzierten Lebensmittel sprießten aus dem Boden wie Pilze. Trotzdem nahm die Zahl der Übergewichtigen in Deutschland zu.  Also kann doch der Spruch „Fett macht fett“ nicht stimmen. Oder fettarme Lebensmittel machen nicht zwingend schlank.

Fett hat zwar die höchste Kaloriendichte aller Nährstoffe, machen jedoch länger satt. Es fehlt zudem die wissenschaftliche Stichhaltigkeit, dass Fett mit hohem Körpergewicht zusammenhängt. Was am Ende wichtig ist, ist die Gesamtheit der Kalorienzufuhr. 

 

Nun gibt es gesättigte Fette, einfach ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fette. 

 

 

Was ist das?

 

 

Fangen wir mit dem gesättigten Fetten an. 

Diese Fettsäuren sind für uns Menschen nicht essentiell. Diese kann unser Körper selbst aus anderen Inhaltsstoffen unserer Nahrung herstellen. Dazu braucht er z.B. die Buttersäure oder Myristinsäure und noch ein paar andere mehr oder Glucose. 

Diese für die Gesundheit eher nicht so günstigen Fettsäuren sind insbesondere in tierischen Produkten enthalten. Nur wenige pflanzliche Nahrungsmittel enthalten hohe Mengen von diesen gesättigten Fettsäuren, z.b. Kokos- oder Palmkernfett. 

 

Es wird empfohlen, unter 10% der täglich benötigten Energie mit den gesättigten Fettsäuren zu decken, denn diese Fettsäuren können sich unerfreulich auf die Blutfettwerte auswirken.

 

Die ungesättigten Fettsäuren unterteilt man in die einfach und die mehrfach ungesättigten Fettsäuren. 

Unser Körper kann sie aus den Inhaltsstoffen der Nahrung nur zum Teil selbst fabrizieren und wir müssen sie dem Körper zukommen lassen. Die ungesättigte Fettsäure ist in pflanzlicher Nahrung enthalten, z.B. in Pflanzenölen, Oliven oder Nüssen. Auch im Fisch sind sie vorhanden. Nimmt man anstelle der gesättigten die ungesättigten Fettsäuren zu sich, dankt es einem der Cholesterinspiegel. 

 

Besonders zu beachten sind die ungesättigten Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren.

Diese zählen zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren und können vom Körper nicht selbst aufgebaut werden. Deshalb müssen wir sie unserem Körper über die Nahrung zur Verfügung stellen. 

Omega-3-Fettsäuren stecken z.B. im Raps-, Lein- oder Walnussöl oder in fetten Fischen, wie Makrele, Lachs, Hering oder Saibling.
Omega-6-Fettsäuren findet man z.B. im Sonnenblumen-, Distel- oder Kürbiskernöl. 

Jedenfalls sind diese Omega-3-Fettsäuren gut gegen Bluthochdruck und können das Risiko für koronare Herzerkrankungen senken. Die Omega-6-Fettsäuren senken das Risiko für Fettstoffwechselstörungen. 

 

 

Fazit: 

 

Wenn Öl benutzt wird, dann am besten Rapsöl. Es ist preisgünstig und kann mannigfaltig eingesetzt werden. Der Rohstoff zur Produktion des Öles lässt unsere Landschaft in ein hell leuchtendes gelb erstrahlen, es kommt aus Deutschland und hat somit einen kleinen CO2-Fußabdruck. 

Freispruch für das Fett, denn Fett ist nicht gleich Fett und nicht jedes Fett macht fett.

 

Bleibt neugierig

 

Euer Karsten