Ich bin ein Genusspartner

Genießen mit allen Sinnen! Wir – das sind Dienstleister, Produzenten und Anbieter rund um das Thema Genuss – haben uns zusammengetan. Wir bieten unseren Kunden einen Mehrwert, indem wir uns austauschen und uns unterstützen.
Was bedeutet für dich Genuss? Die Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten, oder?
Genuss kann sehr vielfältig und individuell verschieden sein. Die einen trinken gerne einen besonderen Wein andere genießen leckeren Kaffee oder besondere kulinarische Köstlichkeiten und Spezialitäten. Wieder andere lieben es auf Reisen zu sein oder ein gutes Buch zu lesen. Doch muss es immer entweder das eine oder das andere sein? Am schönsten wird es doch, wenn man mehrere Genussmomente miteinander kombinieren kann, stimmt’s?
Aus diesem Grund sind wir, die Genusspartner, so vielfältig. Wir bringen verschiedene Arten des Genusses zusammen und haben dabei alle das gleiche Ziel: Wir möchten unseren Kunden glückliche Momente und besondere Gaumenfreunden bescheren!
Wir haben uns zusammengetan, um unseren Kunden das besondere Extra in Sachen Genuss zu bieten – über unseren eigenen Tellerrand hinaus. Jeder von uns hat seine Stärke in einem ganz bestimmten Bereich des Genusses. Gemeinsam sind wir Experten für genussvolle Momente in jeder Lebenslage.
Unsere Genussprodukte zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht von der Stange sind. Jeder Genusspartner steckt viel Herzblut in seine Produkte und Dienstleistungen.
Überzeuge dich selbst von unserem Angebot und unseren Ideen, indem du unsere Seite abonnierst. Lass dich von uns in die Welt des Genusses entführen.
(Text: Sonja Oetting – Texterin für Genussmomente und mehr…)

Hallo meine lieben Genuss-Indianer*innen, 

mal wieder lange nichts gehört (oder gelesen) von mir. Nun, das liegt ganz alleine an mir. Dieser blöde Lockdown (der sicher wichtig und richtig ist), hat mir mein kleines, aber feines Catering-Geschäft weitestgehend zum Erliegen gebracht. Da musste ich viel nachdenken. Lange Rede, hier bin ich wieder.

Es geht diesmal um Fette. Damit meine ich nicht dicke Leute, sondern Fette in unserem Essen. 

 

Stellen wir uns die Frage: 

 

 

Macht Fett dick?

 

Diese Frage beantwortete man vor 30 Jahren mit einem klaren ja. Heute gibt es sogar Diäten, die mithilfe von Fetten einen Erfolg beim Abnehmen versprechen. Bei dem Thema Fette und Speiseöle wird heute noch gestritten, was nun besser ist. 

 

Woraus bestehen die Makronährstoffe? 

 

 

Makronährstoffe sind die Stoffe, aus denen unser Körper die Energie gewinnt. Dazu zählen Kohlenhydrate, Proteine und eben die Fette. 

Wie schon gesagt, in den 80er Jahren hieß es einfach: Fett macht fett. 

Das hat die Low-Fat-Gemeinde bestärkt und die fettreduzierten Lebensmittel sprießten aus dem Boden wie Pilze. Trotzdem nahm die Zahl der Übergewichtigen in Deutschland zu.  Also kann doch der Spruch „Fett macht fett“ nicht stimmen. Oder fettarme Lebensmittel machen nicht zwingend schlank.

Fett hat zwar die höchste Kaloriendichte aller Nährstoffe, machen jedoch länger satt. Es fehlt zudem die wissenschaftliche Stichhaltigkeit, dass Fett mit hohem Körpergewicht zusammenhängt. Was am Ende wichtig ist, ist die Gesamtheit der Kalorienzufuhr. 

 

Nun gibt es gesättigte Fette, einfach ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fette. 

 

 

Was ist das?

 

 

Fangen wir mit dem gesättigten Fetten an. 

Diese Fettsäuren sind für uns Menschen nicht essentiell. Diese kann unser Körper selbst aus anderen Inhaltsstoffen unserer Nahrung herstellen. Dazu braucht er z.B. die Buttersäure oder Myristinsäure und noch ein paar andere mehr oder Glucose. 

Diese für die Gesundheit eher nicht so günstigen Fettsäuren sind insbesondere in tierischen Produkten enthalten. Nur wenige pflanzliche Nahrungsmittel enthalten hohe Mengen von diesen gesättigten Fettsäuren, z.b. Kokos- oder Palmkernfett. 

 

Es wird empfohlen, unter 10% der täglich benötigten Energie mit den gesättigten Fettsäuren zu decken, denn diese Fettsäuren können sich unerfreulich auf die Blutfettwerte auswirken.

 

Die ungesättigten Fettsäuren unterteilt man in die einfach und die mehrfach ungesättigten Fettsäuren. 

Unser Körper kann sie aus den Inhaltsstoffen der Nahrung nur zum Teil selbst fabrizieren und wir müssen sie dem Körper zukommen lassen. Die ungesättigte Fettsäure ist in pflanzlicher Nahrung enthalten, z.B. in Pflanzenölen, Oliven oder Nüssen. Auch im Fisch sind sie vorhanden. Nimmt man anstelle der gesättigten die ungesättigten Fettsäuren zu sich, dankt es einem der Cholesterinspiegel. 

 

Besonders zu beachten sind die ungesättigten Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren.

Diese zählen zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren und können vom Körper nicht selbst aufgebaut werden. Deshalb müssen wir sie unserem Körper über die Nahrung zur Verfügung stellen. 

Omega-3-Fettsäuren stecken z.B. im Raps-, Lein- oder Walnussöl oder in fetten Fischen, wie Makrele, Lachs, Hering oder Saibling.
Omega-6-Fettsäuren findet man z.B. im Sonnenblumen-, Distel- oder Kürbiskernöl. 

Jedenfalls sind diese Omega-3-Fettsäuren gut gegen Bluthochdruck und können das Risiko für koronare Herzerkrankungen senken. Die Omega-6-Fettsäuren senken das Risiko für Fettstoffwechselstörungen. 

 

 

Fazit: 

 

Wenn Öl benutzt wird, dann am besten Rapsöl. Es ist preisgünstig und kann mannigfaltig eingesetzt werden. Der Rohstoff zur Produktion des Öles lässt unsere Landschaft in ein hell leuchtendes gelb erstrahlen, es kommt aus Deutschland und hat somit einen kleinen CO2-Fußabdruck. 

Freispruch für das Fett, denn Fett ist nicht gleich Fett und nicht jedes Fett macht fett.

 

Bleibt neugierig

 

Euer Karsten

 

 

 

 

 

 

 

 

No(-)vember

Hallo meine lieben Genuss-Indianer,

da ist er , der November…. 

Was bringt er uns? Dieses Jahr nichts Schönes. Der Lockdown im November bedeutet: 

No-Restaurants, No-Kultour, No-Kontakt.

Nennen wir diesen Monat No-vember…. 


Restaurantbesuch, geht nicht.. aber zu Hause kochen geht….

Nun stellen wir uns, die saisonal kochen, die Frage:


Was hat im November Saison?

Salat

 

Bei den Salaten hat der Feldsalat. Er wird auch Mauseohrensalat genannt, ein wie ich finde, passenderer Name. Er hat einen hohen natürlichen Eisengehalt. Nur die Petersilie hat mehr. Was ihn noch gesund macht sind die 35mg Vitamin C pro 100g Mauseohrensalat.

Chicorée hat ebenfalls Saison. Hierzulande kennt man ihn weniger. Die Franzosen dagegen lieben Chicorée so doll, dass sie fast die gesamte Ernte selber essen. Dagegen bauen die Belgier auch für den Export an. Dabei ist Chicorée gesund mit den Vitaminen A, B und C. Er hat auch Kalium, Kalzium, Phosphor und Magnesium.

Endiviensalat ist der nächste Salat der Saison. Er hat einen verhältnismäßig hohen Gehalt an Kalium und Kalzium. Ebenso ist Vitamin A und Folsäure enthalten. Man sagt, der Bitterstoff Lactucopikrin soll eine appetitanregende Wirkung haben, was ihn zu einem sehr guten Vorspeisesalat macht.


Gemüse

 

Beim Gemüse ist der Teller reichlich gedeckt, wie ich finde. 

Kohl ist im November angesagt. Ob Grün-, Rot-, Weiß-, oder Rosenkohl, alles hat Saison. 

Auch der Kürbis, das Porree und die Pastinake sind im November frisch zu haben. Champignons, Fenchel, rote Beete, Schwarzwurzeln, Spinat, Steckrüben, Topinambur und Wirsing. Alles ist im November zu haben.

Das Wintergemüse überhaupt ist der Grünkohl. Mit 8,7mg hat er den höchsten Gehalt an Betacarotin überhaupt von allen Lebensmitteln (Betacarotin schützt vor einem hohen Cholesterinspiegel, vor Herzerkrankungen und ist entzündungshemmend). Er gehört zu den Kohlsorten mit dem höchsten Vitamin C Anteil. Isst man Grünkohl roh, was allerdings selten gemacht wird, zählt er zu den Vitamin C reichsten Lebensmitteln überhaupt.
Ein Wort zur Pastinake. Im 18. Jahrhundert war sie in aller Munde. Doch als die Kartoffel entdeckt wurde, verlor die Pastinake in Deutschland an Bedeutung. Das hat sie nicht verdient. Aus dem würzigen Gemüse kann man deftige Eintöpfe machen oder feine Suppen oder Pürees. Liebe Genuss-Indianer, gebt der Pastinake eine Chance und nehmt sie in euren Speiseplan auf.

Obst

 

Beim Obst sieht es ein weinig mau aus. Da haben der Apfel, die Birne und die Quitte Saison. Die Quitte allerdings nur noch für kurze Zeit. Sie eignet sich hervorragend für Marmelade. Also, ab auf den Markt und Quitten gekauft, dann an die Öfen und Marmelade gekocht.

Das sagen meine Kunden

Hallo meine lieben Genuss-Indianer*innen,

Ihr habt alle von dem Skandal bei Tönnies gehört. Ich meine nicht Covid-19, sondern die katastrophalen Arbeitsbedingungen einer Tötungsmaschinerie, nur um billig Fleisch zu produzieren. Dass da auch Covid-19 kursiert, ist bei den Bedingungen nur logisch. 

Der Skandal ist nicht, dass es passiert ist, sondern, dass alle weg geschaut haben,  auch die Politiker, und so etwas in Deutschland, in Europa , auf unserer Welt, überhaupt erst geschehen konnte.
Und Tönnies ist und wird nicht der einzige Großbetrieb sein, in dem so etwas passiert. Ich erinnere an Wilke.


Da wurden Menschen ausgebeutet, sie in menschenunwürdigen Verhältnissen untergebracht, nur damit man günstig Fleisch auf einem 800€-Webergrill grillen kann?

Ach ja, das ist auch für mich unverständlich.

 
Es wird bei allem auf Qualität geachtet. Mein Haus, mein Auto, meine Yacht. Jedoch bei LEBENSmitteln wird auf Quantität geachtet, da muss es günstig sein, denn Essen ist ein notwendiges Übel, da wir Essen und Trinken MÜSSEN. Und was man täglich muss, kann gar keinen Spaß machen.

Meine Überlegung diesbezüglich ist, dass z. B. Klamotten nicht in einem Supermarkt gekauft werden, weil jeder weiß, dass es dann nur billiger Ramsch sein kann. Man geht zu einem Fachverkäufer. 

Warum verbietet man nicht den Fleischverkauf in Supermärkten und erlaubt nur Fachgeschäften, also Fleischereien und Metzgerein, den Verkauf von Fleisch? Dort kann man eine Verpflichtung besser durchbringen, dass die Metzger dem Verbraucher genau sagen können müssen, wo und wie das Tier gelebt hat, wer es geschlachtet hat, womit es gefüttert wurde, etc. 

Zudem muss man nicht jeden Tag Fleisch essen. Warum heißt der Sonntagsbraten wohl Sonntagsbraten? Weil es Fleisch nur am Sonntag gab.
Ich weiß, es gibt Menschen, die können sich teures Fleisch bei einem Metzger nicht leisten. Rechnet man aber das billige Fleisch, dass sie jeden Tag essen, zusammen, könnten sie sich ebenso ein gutes Stück Fleisch am Sonntag leisten. 

Achtet man nicht auf Qualität bei Lebensmitteln und geht nur mit der Geiz-ist-geil-Mentalität einkaufen, Hauptsache etwas auf dem Teller, wird sich nicht viel ändern. Weder für die Tiere noch für uns Menschen. 

Politiker sollten an das Wohl derer denken, die sie gewählt haben und nicht an das eigene Portemonnaie oder das der Großindustriellen mit Lobbyisten in der Regierung. 

Die Gesetze, die für Lebensmittel gemacht wurden und werden, sind nicht für die Gesundheit der Verbraucher oder für das Tierwohl gemacht, sondern für die Großindustriellen. Hier ein Schlupfloch lassen und dort etwas entscheiden, damit noch günstiger hergestellt werden kann, noch mehr Chemie genutzt werden kann, um Ernten noch ertragreicher zu machen. Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen und Tiere? Egal.
Die Werbung verspricht dann vollmundig gesunde Lebensmittel, Tiere, die glücklich gelebt haben, nur um unser Gewissen zu beruhigen und noch mehr Umsatz machen zu können. 

Hat mal jemand die Tiere gefragt? Klingt jetzt komisch, ich weiß. 

Die Mindestgröße der Stallfläche pro Sau bei einer Gruppenhaltung bis max. 5 Tieren beträgt 2,5 qm. Also muss ein Stall für 5 Schweine mindestens 12,5 qm „groß“ sein. Das ist etwa die Größe eines Schlafzimmers. Und da leben dann fünf Schweine. Unvorstellbar. Das Schöne daran ist, das ist die empfohlene Mindestgröße eines BIO-Stalls. Hat ein Schwein in so einem Zimmer genügend Auslauf?
Wenn es gefragt werden würde, es würde sagen, nein, viel zu klein.

Jetzt stell` Dir mal vor, wenn KEINER mehr Fleisch im Supermarkt kauft, sondern NUR noch beim Metzger um die Ecke. Wir kaufen nur noch Fleisch von Tieren, die ein glückliches Tierleben hatten, sich frei bewegen konnten, ein richtiges „Sau“leben gehabt haben. Wir kaufen nur noch Fleisch für besondere Anlässe, nur für den Sonntagsbraten. Ein schöner, wenn auch unrealistischer Gedanke, oder?

Es ist doch so … wir als Verbraucher haben die beste Waffe der Welt, die es gibt.
Unser Portemonnaie.
Alle wollen nur unser Bestes, nämlich unser Geld.
Es gäbe keine Großindustrie mehr, die sich nicht um das Tierwohl und nicht um die Gesundheit der Verbraucher Gedanken macht. Es gäbe keine Großschlachtereien mehr, die billige Arbeitskräfte aus dem Osten holen, diese, genau wie Schweine, auf engstem Raum unterbringen, um Geld zu sparen, für noch mehr Umsatz. 

Oder es kauft niemand mehr Erdbeeren im Winter oder Obst und Gemüse, das einmal um die Welt geflogen wurde. Es gäbe keine riesigen Flächen in Spanien, die mit Plastik abgedeckt sind, um das ganze Jahr Tomaten oder Auberginen zu ernten. Es würde keinen Gewinn bringen und schon wird es aus dem Sortiment genommen, die Fleischtheken geschlossen, weil es nicht mehr rentabel ist. Für die Supermarktketten ist der Gewinn ausschlaggebend.

Klar will der einfache Bürger auch gerne Fleisch essen. Wenn man jeden Tag billiges Fleisch isst, kostet es jedoch genauso viel wie einmal am Sonntag richtig gutes Fleisch.
Dann freut man sich auf das gute Essen und genießt es umso mehr. 

Ich hoffe, dass durch Tönnies und auch durch Corona mal ein Ruck durch die Gesellschaft geht. 

Die Gesellschaft ist ein Ich-Produkt. Ich hoffe, dass die sie  ein Wir-Produkt wird. WIR sind stärker als die Industrie, WIR haben durch Masken tragen das Virus eingedämmt, WIR können was ändern. WIR wählen die Politiker, also Du Politiker, regiere für UNS und nicht für den Profit.

Ich wiederhole mich. Supermärkte oder die Hersteller “industriell hergestellter LEBENSmittel” wollen UNSER Geld.

Ich hoffe, dass die Verbraucher wach werden und merken, dass wir durch Werbung, durch Gesetze und durch die Lobbyisten geführten Politiker verarscht werden. 

Liebe Genuss-Indianer*innen,
kauft saisonal und regional, ernährt Euch gesund, achtet darauf, was ihr kauft und hinterfragt jede Werbung. 


Es ist nicht zu spät, die Pandemie gibt uns die Chance, etwas zu ändern. WIR können etwas ändern.

In diesem Sinne,

bleibt neugierig

Euer Karsten