Äpfel

Hallo meine lieben Genuss-Indianer, 

Was ist der beste Snack für zwischendurch?
Der Apfel.
Doch was keiner weiß ist, dass der Apfel zur Familie der Rosengewächse gehört. Genauer gesagt gehört er zur Gattung der Kernobstgewächse. Sie sind lecker und gesund. Sie sind erfrischend in einem Müsli zum Frühstück, für die Verdauung anregend und für die Nacht beruhigend. Die Saison der Äpfel beginnt schon im Juli/August, bei den meisten im September und geht bis in den Dezember hinein. Also höchste Zeit, sich mal um die Äpfel zu kümmern. 

Früher hat man die Äpfel direkt vom Baum gegessen oder gleich zu tollen Speisen verarbeitet. Später hat man sie in gut durchlüfteten kalten und dunklen Kellern gelagert. Man musste aber aufpassen, dass man sie beim Lagern nicht stößt oder stapelt. Man sollte auch aufpassen, was in der Nähe von Äpfeln lagert.  Sie entwickeln ein Gas, welches sie reifen lässt. Dieses Gas heißt Ethylen und lässt z.B. Kartoffeln, Zitrusfrüchte oder Blumen welken. Gurken oder Blumenkohl, zusammen mit Äpfel in einem Kühlschrank aufbewahrt, passiert das auch. Äpfel gehören nicht in einen Kühlschrank. Lieber öfter frisch kaufen oder pflücken und sofort verzehren oder verarbeiten. 

Welche Apfelsorten gibt es?

Naja, um alle Apfelsorten anzusprechen, bräuchte ich wohl Zeit und Euch, meine lieben Genuss-Indianer, würde ich Langweilen, denn es gibt so ungefähr 20.000 Arten von Äpfeln. Und es entstehen jährlich immer neue Arten. Entweder durch Zufall oder durch Züchtungen. Manche Züchtungen verschwinden auch wieder, weil sie beim Kunden nicht ankommen. Beliebt sind Apfelsorten wie z.B. Jonagold, Elstar, oder Granny Smith. Ich nenne nur mal ein paar der gängigen Apfelsorten.
Als Erstes wäre da der sogenannte Sommerapfel oder auch blassgrüner Klarapfel genannt. Der ist schon im Juli/August reif. Er hat einen duftiges, sehr lockeres Fleisch und ist saftig. Den sollte man allerdings schnell essen oder verarbeiten, denn er verdirbt schnell. Aber mit ihm bekommt man den besten Apfelmus hin.
Von Ende August bis Mitte September gibt es den Gravensteiner. Diesen Apfel gibt es schon seit 1669 in Dänemark und ist sehr bekannt in Dänemark und Norddeutschland. Er ist allerdings stoßempfindlich, anspruchsvoll im Anbau und auch noch schlecht lagerfähig. Doch lässt sich aus ihm einen herrlichen Apfelmus machen und Obstbranntwein. Auch als Tafelapfel ist er beliebt. Interessant an diesem Apfel ist, dass er Steve Jobs zum Namen Apple seiner Firma inspirierte. Ein Freund von ihm hatte einen Bauernhof mit eben diesen Gravenstein-Apfelbäumen. Steve führte einige Zeit den Obstbau und wies die Helfer an, wann und wie sie die Bäume zu schneiden hatten.
Ein sehr beliebter Apfel ist der Gala. Er ist ein kleiner Apfel, zählt zum Dessertobst und lässt sich gut lagern. Der Geschmack ist süß und das Fruchtfleisch relativ fest. Die Schale ist leuchtend rot, das Fruchtfleisch gelblich. Hat er einen grünlichen Untergrund an der Schale, so ist das ein Zeichen dafür, dass er zu wenig Sonne abbekommen hat.
Auch sehr beliebt und bekannt ist der Jonagold. Seine Farbe ist sonnig gelb, an der Sonnenseite orangerot bis leuchtend erdbeerrot. Er wurde 1943 in den USA gezüchtet aus dem Golden Delicious und Jonathan. Erst seit 1968 war seine Markteinführung.
Man kennt noch den grasgrünen Granny Smith. Er ist knackig und im Geschmack säuerlich.
Zum Kochen und zum Backen ist der blassgelbe und zum Teil rot getönte Golden Delicious bestens geeignet. Dieser Apfel hat mit seiner milden Süße und der feinen Substanz echt das Zeug zu einem erstklassigen Apfel. Er kann aber nach längerem Lagern fad schmecken.
Der Braeburn, ein mittelgroßer Apfel aus Neuseeland, knackig und mit einem komplexen, süß-herben Geschmack, ist sehr beliebt bei den Europäern. Den Namen hat er von der neuseeländischen Stadt Braeburn, in der er zuerst angebaut wurde.
Wer einen Apfel sucht, um pikantes zu kochen, sollte zum Boskoop greifen. Er ist groß und gedrungen, mit einer rauen Schale. Er schmeckt säuerlich-herb und ist kräftig-saftig, wird aber bald mürbe. Der gelbe Elstar mit seiner rötlichen Sonnenseite ist eine Kreuzung aus Golden Delicious und Ingrid Marie. Eher süß, saftig, mild. Verliert mit der Zeit an Aroma.
Ein idealer Lager-, Koch- und Backapfel ist der rote bis violette Ingrid Marie (Anfang Oktober bis März); mürbe, mild-säuerlich.

Der gelbgrüne Glockenapfel mit einer leichten Sonnenröte und Glockenform, ist ein ganz Später. Herb und fruchtig, gut fürs Kochen und Backen.

Warum ist Apfel so gesund?

Sie sind reich an Vitamin C, seine Pflanzenstoffe helfen, geschädigte Darmzellen zu reparieren und Entzündungen vorbeugen. Am meisten Vitamin C steckt in der Schale. Daher am besten einen Apfel gründlich reinigen und mit Schale essen. Äpfel bestehen aus bis zu 85% Wasser. Sollte also mal kein Getränk zum Durst löschen in der Nähe sein, greife ruhig zum Apfel. Sie enthalten zudem kaum Fett, wenig Eiweiß aber ca. 12% Kohlenhydrate. Die versorgen den Körper mit Energie und vertreiben die Müdigkeit und steigern auch die Konzentration. Bei Durchfall einen rohen geriebenen Apfel mit Schale essen, denn das hat eine stopfende Wirkung. Ein gekochter Apfel dagegen hat eher eine Darmregulierende bis abführende Wirkung. Nicht umsonst heißt es:
„An Apple a day keeps the Doctor away“.

Also, meine lieben Genuss-Indianer, ran an den Apfel.

Bleibt neugierig

Euer Karsten


Karsten Stockhecker
Über Karsten Stockhecker 36 Artikel
Mein Name ist Karsten Stockhecker. Ich bin 1964 geboren. Durch mein Diabetes interessiere ich mich seit mehr als zehn Jahren schon dafür, was in welchem Lebensmittel steckt. Es ist ein interessantes und umfangreiches Thema. Ich hoffe, dass ich durch meine Beiträge ein wenig Licht ins Dunkle bringen kann.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*