Hallo meine lieben Genuss-Indianer*innen,

Lebensmittel sind sehr wertvoll, zumindest gesunde und vollwertige Lebensmittel. Daher, so sollte man meinen, wirft man keine Lebensmittel weg. Doch bei uns in Deutschland ist es leider gängig, Lebensmittel wegzuwerfen, auch noch genießbare. Der WWF beziffert das Lebensmittel-Wegwerfen mit 18 Millionen Tonnen pro Jahr. Nur mal um zu verdeutlichen:
Das sind ein Jahr lang jede Minute ein LKW voll Lebensmittel, die einfach weggeschmissen werden.
60% davon werden schon während der Produktion entsorgt, z.B. weil die Kartoffel nicht aussieht wie eine Norm-Kartoffel, oder die Gurke krumm ist. Aber auch Supermärkte, die Lebensmittel wegwerfen, weil sie am nächsten Tag nicht mehr zu verkaufen sind oder sie dürfen nicht mehr verkauft werden. 40% schmeißen wir Verbraucher weg. Bei diesen 40% ist jeder Einzelne von uns gefragt, um diesen Lebensmittelmüllberg von 7,2 Millionen Tonnen pro Jahr zu vermeiden. Es sollte jedoch auch die Regierung Gesetze beschließen, die das, sowohl im privaten Bereich, als auch in der Wertschöpfungskette, nicht gestatten.
Doch weit gefehlt. Das Retten von noch genießbaren aber abgelaufenen Lebensmitteln, das sog. Containern, wird in Deutschland strafrechtlich verfolgt. Entweder ist es Mundraub oder, wenn man einen Container gewaltsam öffnet, um Lebensmittel zu retten, ist es schwerer Diebstahl. In Frankreich gibt es ein Gesetz zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung. Ein Gesetz, das meiner Meinung nach auch in Deutschland längst überfällig ist. Doch unsere Regierung, die von uns gewählten Vertreter, lehnen es einfach ab, ebenso die Entkriminalisierung des Containerns. Man verweist einfach auf die Arbeit der Tafeln hin, die für die Verteilung von noch genießbaren Lebensmitteln zuständig sind. Es heißt seitens des Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, dass es keine Notwendigkeit für eine gesetzliche Regelung gäbe. Sie wollen erst mal die rechtlichen Regelungen in Frankreich und anderen europäischen Ländern beobachten. 

Glyphosat, das hat nun ein amerikanisches Gericht festgestellt, ist krebserregend. Bayer muss deshalb in Amerika Millionen an Strafe zahlen. Hier in Deutschland verlängert das Bundesamt für Verbraucherschutz die Zulassung von Glyphosat mal eben bis zum Jahresende. Sogar die Bundesbahn sprüht dieses Gift zur Unkrautvernichtung auf die Gleise.

Es stinkt zum Himmel. Die Regierung wird von den Großkonzernen durch Lobbyarbeit unterstützt und unsere Politiker machen sich die Taschen voll. Das kann nicht sein. Auch Politiker müssen essen und trinken. Ich glaube nicht, dass es denen egal ist, was sie zu sich nehmen. Sie haben auch eine Verantwortung gegenüber dem Volk. Doch das scheint denen gleichgültig zu sein. Hautsache die Großkonzerne können so weiter machen und Millionen verdienen. Vielleicht gibt es für Politiker eine Möglichkeit, woanders einzukaufen als wir. Da gibt es dann gesunde Lebensmittel, frei von Giften. Der vergiftete Teil der Lebensmittel ist für den Pöbel.

Hallo meine lieben Genuss-Indianer*innen,

wichtig für den Erhalt unserer Gesundheit sind Vitamine und Mineralstoffe, die Mikronährstoffe. Die bekommen wir bei einer gesunden Ernährung. Diese wichtigen Baustoffe sind in Obst und Gemüse in sehr hohen Maßen enthalten. Das ist der Grund, warum man täglich Obst und Gemüse essen sollte.
Nun haben wir aber ein Problem. Durch die zu lange Lagerung, bedingt durch die Lieferung vom Hersteller zu den Verbrauchermärkten, die Verarbeitung und die Haltbarmachung, geht ein Großteil der Vitamine und Mineralien verloren.
Man kennt das Pasteurisieren, damit Lebensmittel länger haltbar bleiben. Dazu werden die Lebensmittel 15 bis 30 Sekunden bei 75 Grad Celsius erhitzt. Das macht sie keimfrei, jedoch auch mikronährstoffarm.

Eine bessere Art der Haltbarmachung ist das Schockgefrieren. Hierbei bleiben die Mikronährstoffe über eine längere Zeit erhalten. Es werden die Lebensmittel bei diesem Verfahren bei -40 Grad Celsius sehr schnell eingefroren. Es ist wichtig, dass es schnell geht. Bei einem langsamen Einfrieren entstehen größere Eiskristalle in den Zellen und den Zellzwischenräumen. Diese Eiskristalle können die Zellen beschädigen und der Geschmack oder die Konsistenz des eingefrorenen Lebensmittel verändert sich. Je schneller nun eingefroren wird, desto weniger und kleinere Eiskristalle werden gebildet. Die Zellen werden nicht zerstört und das Lebensmittel behält Geschmack und Konsistenz.
Eine Studie der Hamburgsr Universität und der Hochschule für angewandte Wissenschaft zeigte, dass tiefgekühlter Spinat nach drei Wochen in der Kühltruhe noch 68% Vitamin C hatte. Frischer Spinat, nach einer Woche im Kühlschrank gelagert, hatte nur noch 20%.

Vielen Menschen fehlt die Zeit und/oder die Lust, durch beruflichen oder privaten Stress bedingt, jeden Tag frisch einzukaufen. Viele legen sich einen Vorrat an Obst und Gemüse in Form von Tiefkühlware an. Ist das gesund? Was muss ich beim Lagern beachten? Wie taue ich die Produkte am Besten auf?

Das tiefgefrorene Gemüse stellt eine gesunde Alternative zu frischem Gemüse dar. Durch das schnelle Einfrieren bleiben die Vitamine und Mineralstoffe in den Lebensmitteln erhalten. Die Nährstoffgehalte sind gegenüber Gemüse aus Gläsern oder Dosen sehr viel höher. Manchmal hat TK-Gemüse oder TK-Obst sogar mehr Vitamine als frisches, das einige Tage bei Zimmertemperatur gelagert wurde und so Licht und Wärme ausgesetzt war. Bedingt durch das Licht und die Wärme sinkt der Nährstoffgehalt mit der Zeit bedeutend ab.
Damit TK-Ware nach dem Auftauen noch so wertvoll ist, gelten strenge Qualitätskriterien bei der Herstellung. Dazu gehört der einwandfreie Zustand der Ausgangsware, dass es zum richtigen Zeitpunkt geerntet wird und das schnelle Verarbeiten der Lebensmittel. Meist wird Gemüse vor dem Einfrieren blanchiert, um die Haltbarkeit zu verlängern.   

Damit man nach dem Auftauen die beste Qualität erhält, habe ich ein paar Tipps zum Auftauen:

1. Die Tiefkühlware im Kühlschrank auftauen, denn bei einer höheren Temperatur kann es verderben.

2. Sorgfältig darauf achten, dass beim Auftauen das Lebensmittel trocken bleibt und nicht mit der Auftauflüssigkeit in Berührung kommt.
Ganz wichtig ist dieser Punkt bei Geflügel. In dem Wasser können sich Salmonellen sammeln.

3. Verbrauche die aufgetauten Lebensmittel innerhalb von 24 Stunden.

4. Tiefgefrorenes Gemüse sollte nicht aufgetaut werden. Am besten sollte man es noch gefroren zubereiten, da es sonst beim Auftauen Nährstoffe verlieren kann. Um den Verlust so gering wie möglich zu halten, sollte das Gemüse nur kurz aber dafür heiß gegart werden.
Auch eingefrorene Pizzen, Kartoffelprodukte oder Brötchen sollten im gefrorenen Zustand zubereitet werden.

Kalt verzehrte Produkte, wie Kuchen, geräucherter Fisch oder Obst sollten jedoch vollständig aufgetaut werden.

Wiedereinfrieren von einmal aufgetauter TK-Ware ist laut dem Deutschen Tiefkühlinstitut mit Sitz in Berlin unter bestimmten Bedingungen möglich. Wichtig dabei ist, so schnell wie möglich wieder einfrieren. Vor dem Verzehr der wiedereingefrorenen Ware sollte sie jedoch gründlich erhitzt werden. Daher taut nur soviel an TK-Ware auf, die Ihr auch benötigt, meine lieben Genuss-Indianer*innen. 

Wer die Zeit, Lust und Liebe hat, kauft am Besten regional und saisonal, direkt beim Hersteller ein. Das Fleisch beim Metzger des Vertrauens um die Ecke, der am besten noch selber schlachtet. Das Gemüse und Obst beim Bauern, ebenso die Eier.
Wer jedoch nicht die Zeit und die Muse zum Einkaufen hat, für den ist TK-Ware die bessere Wahl.
Aufgepasst bei Fertiggerichten. Dort können Farb-, Aroma-, oder Konservierungsstoffe enthalten sein. Aber auch Geschmacksverstärker und Bindemittel. Lest daher auf der Verpackung die Zutatenliste. Nur wenige Anbieter von TK-Fertiggerichten verzichten auf solche Zusätze. Aber das ist ein wichtiges Thema, dem ich mich demnächst auseinandersetzen werde.

Bleibt neugierig.

Euer Karsten.


Hallo meine lieben Genuss-Indianer*innen,

es läuft bei mir, würde ich sagen.
Ich habe nun eine Kolumne auf www.frauenboulevard.de. Ja, es ist ein Online-Magazin für Frauen.
Ist es nicht egal? Es wird auch von Männern gelesen. Also, nett schlimm, wie meine Frau immer sagt 🙂

Hallo meine lieben Genuss-Indianer*innen,

wer von Euch geht zu McDonald´s, Burger King, KFC oder Subway?  Ich hoffe doch niemand von Euch, oder?
Es gibt einen neuen Report von World Animal Protection. Das ist eine internationale Tierschutzorganisation. In diesem Report heißt es, dass die Fastfoodketten gequälte Hühnchen verarbeiten.
Die Tiere leben auf engstem Raum, nicht größer als ein DIN A4-Blatt, leben unter schlechten Lichtverhältnissen, haben Stress, keinen Freilauf. Innerhalb von 40 Tagen muss ein geschlüpftes Küken mit einer fetten Brust schlachtreif gemästet sein. Die Brust eines solchen Hühnchens ist so schwer, dass es sein eigenes Gewicht nicht mehr tragen kann.
Und warum das alles? Damit es sich auszahlt, der Profit dieser Fastfoodketten noch besser ausfällt. Ich meine, wenn ein McChicken 1,99€ kostet, davon aber das Brötchen, der Salat, und was da noch alles drauf ist, bezahlt werden muss, ganz zu schweigen vom Personal und der Miete, muss das Fleisch und die Zutaten von minderer Qualität sein. Es wird sich einen Dreck darum gekümmert, wie so ein Hühnchen leben muss. 40 Tage in der Hölle, damit Profit gemacht werden kann.
Die Fastfoodketten glauben, sie sind mächtig, bestimmen den Preis für ihr Fleisch und scheren sich nicht darum, wie es den Hühnern geht. Hauptsache schnell, viel und so günstig wie möglich.
Das Schönste daran ist, in der Werbung der Fastfoodketten wird einem ein anderes Bild vorgegaukelt. Zeigen wir denen doch mal, wer am längeren Hebel sitzt.
Wenn wir Verbraucher nicht mehr zu diesen Fastfoodketten gehen, können die machen was sie wollen. Dann machen die keinen Umsatz mehr und gehen pleite. Vielleicht werden sie dann wach.

Also, meine lieben Genuss-Indianer*innen, macht einen großen Bogen um Burger King, Starbucks, Subway, McDonald`s, KFC, Pizza Hut und wie diese Fastfoodketten sonst noch heißen.
Wir haben die größte Waffe. Unser Portemonnaie.

Bleibt Neugierig

Euer Karsten 

Hallo meine lieben Genuss-Indianer*innen,

das Online-Magazin “Frauenboulevard” hat ein Interview mit mir geführt.
Die Redaktion ist auf mich aufmerksam geworden und hatte angefragt, ob ich ein Interview gebe. Und…. traraaaa…. da ist es.

Bleibt Neugierig

Euer Karsten