Hallo meine lieben Genuss-Indianer, 

gestern, am 29.11.2018, war das 9. „Georgia on my mind“. Kurz vorweg, wer nicht da war, hat was verpasst. 

Der Wein atmet
© Karsten Stockhecker

Es wurden tolle Weine degustiert, Ulrich hat wieder tolles georgisches Essen gezaubert und die Gäste haben selber unter Anleitung leckere Khinkhalis und Chachapulis gemacht. Die Stimmung war klasse. 
Das erste „Georgia on my Mind“ fand noch im Wohnzimmer von Ulrich statt. Heute, beim 9. Mal, waren 30 Personen anwesend. Aber alleine hat Ulrich das nicht gemacht. Unterstützt haben ihn Chipo, der Meister der Khinkhalis. Zoltan und Raphael von naturwein-Georgien.de hatten tolle Weine dabei, die sie den Gästen bei einer Degustation erklärten und näher brachten. Ach ja, und ich war auch noch da und habe unterstützt.

Khinkhalis machen
©Karsten Stockhecker

Die Gäste haben aus dem fertigen Teig Khatschapuri gemacht und auch Khinkhalis geformt. Letzteres ist nicht so einfach, wie sich herausstellte. Sie haben Tomaten und Gurken geschnitten, aus denen Ulrich einen georgischen Salat gezaubert hat. 

Als Vorspeise gab es Fingerfood. Eine Walnusscreme mit Cranberrys, kleinen Auberginen. sehr lecker. 

Vorspeisenteller
© Karsten Stockhecker


Es war ein rundum gelungener Abend und alle waren begeistert.

Das nächste „Georgia on my Mind“ kommt bestimmt. 

In diesem Sinne bleibt neugierig

Euer Karsten 


Dieses Rezept ist vegetarisch. 
Wer es gerne vegan haben möchte, nimmt vegane Margarine. Ansonsten sind alle Zutaten vegan. 
Ich habe mir angewöhnt, die Zutaten zuerst alle nach Rezept abzuwiegen und bereit zu stellen. Das machen die Spitzenköche auch. Das nennt man “Mis en Place”. 

Ich wünsche diel Spaß beim Nachkochen und natürlich beim genießen.


Häppchen mit gebratener Birne auf Pumpernickel

Portionen 28 Stück

Zutaten

Für die Bohnencreme braucht man:

  • 1 kleines Glas weiße Bohnen ca. 255g Abtropfgewicht
  • 1 kleine Zitrone
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 TL Trüffelöl
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 TL Meersalz
  • 1 TL Pfeffer
  • 1 TL Agavendicksaft alternativ: Ahornsirup

Für die gebratene Birne braucht man:

  • 1 kleine Birne ca. 150g
  • 1/2 Zwiebel
  • 2 TL Margarine
  • 2 Prisen Meersalz
  • 2 Prisen Pfeffer

Für die karamellisierten Walnüsse braucht man:

  • 3 gehäufte EL Walnüsse
  • 1 gestrichener EL Zucker
  • 1/2 TL Margarine
  • 2 EL Balsamicoessig

... und man braucht noch:

  • 250 g Pumpernickel
  • 2 TL rosa Pfefferbeeren
  • 1/2 Bund Schnittlauch

Anleitungen

  • Zuerst machen wir die Bohnencreme. Dazu die Bohnen abgießen und die Bohnen in ein Mixbecher geben.
  • Die Rosmarinnadeln von den Zweigen zupfen, danach klein hacken.
  • Die Zitrone heiß abwaschen. Danach die Schale abreiben. Eine 1/2 Zitrone auspressen. Den Saft und die abgeriebene Schale ebenfalls ab in den Mixbecher.
  • Die Knoblauchzehe abziehen und in kleine Würfel schneiden. Danach auch ab in den Mixbecher.
  • Ebenfalls in den Mixbecher kommen noch die beiden Öle( Trüffel- und Olivenöl). Nun mit einem Pürierstab alles zu einer homogenen Creme mixen.
  • Den Rosmarin, die abgeriebene Zitronenschale, Salz und Pfeffer und den Agarvendicksaft (alternativ den Ahornsirup) unterheben. die Creme in den Kühlschrank stellen.
  • Nun machen wir die gebratene Birne:
  • Zuerst die Birne waschen und entkernen. Das Fruchtfleisch in ca. 1/2 cm große Würfel schneiden.
  • Die Zwiebel abziehen und sehr fein würfeln.
  • Nun erhitzet man die Margarine in einer kleinen Pfanne und dünstet die Zwiebel darin ca. 1 Minute , bis sie glasig sind.
  • Dann kommen die Birnenwürfel dazu. Sie werden unter hoher Hitze ca. 1 Minute unter ständigem Rühren angebraten, bis die Zwiebeln geröstet sind und die Birnenstückchen am Rand goldbraun geworden sind.
  • Das alles mit Salz und Pfeffer würzen, kurz durchrühren und die Pfanne vom Herd nehmen.
  • Nun karamellisiert man die Walnüsse.
  • Dazu die Nüsse etwas kleine brechen. In einer heißen Pfanne ohne Öl die Nüsse rösten, bis sie duften.
  • Nun den Zucker und die Margarine dazugeben und bei niedriger Temperatur die Nüsse langsam karamellisieren.
  • Zum Ende alles mit dem Balsamicoessig ablöschen und die Pfanne vom Herd nehmen.
  • Nun geht es zum Anrichten:
  • Dazu aus den eckigen Pumpernickelscheiben mit einem Glas in runde Scheiben ausstechen. Diese auf einem Teller oder Tablett legen.
  • Die Bohnencreme aus dem Kühlschrank holen und mit einem Teelöffel auf den Scheiben verteilen.
  • Nun die gebratenen Birnenstückchen dazugeben und das ganze mit den Nüssen samt dem Karamell-Balsamico toppen.
  • Mit den Rosinen Pfefferbeeren bestreuen und mit Schnittlauch garnieren.
  • Ich wünsche Euch einen guten Appetit

Hallo meine lieben Genuss-Indianer, 

zu einem guten Essen gehört ein guter Wein. Doch welchen Wein nehmen? Am besten wäre doch Naturwein. Doch wo bekommt man Naturwein her? Und was ist eigentlich Naturwein? 

Ein Wein, dessen Weinkultivierung vor ca. 8000 Jahren begann. Damals gab es noch keine Stahlfässer, somit wurde der Wein in Ton-Amphoren fermentiert und ausgebaut.
Die Trauben kamen von einem Weinberg, der in einem biodynamischen System zur Selbsterhaltung angeregt wurde. Das erreichte man, indem man auf künstliche Bewässerung verzichtete. Die Wurzeln mussten tiefer wachsen, um Wasser zu bekommen, und dadurch wurden die Rebstöcke stärker.
Natürlich wurde bei einem Naturwein auf jegliche Pestizide verzichtet. Auch auf die Reinzuchthefen, der Wein gärte mit seiner natürlichen Hefe. Durch den Verzicht auf Pestizide und der Reinzuchthefe erhält man den unverfälschten, ursprünglichen Geschmack der Traube. Das jedoch heißt, dass so ein Weinberg sehr aufmerksam gepflegt werden muss und ausschließlich per Hand gearbeitet wird. Das ist ein Naturwein. Der Geschmack so eines Weines würde sogar mich als Biertrinker überzeugen.

Jetzt die gute Nachricht, meine Lieben. So einen Wein gibt es. Und er hat mich als Biertrinker wirklich überzeugt.
Der Wein kommt aus Georgien. Durch die klimatischen Bedingungen dort, haben die Früchte einen besonders hohen Zuckergehalt. Getrunken habe ich den Wein bei Zoltan und Raphael. Das sind zwei Berliner, deren Liebe zu Georgien die zwei stark verbindet. Sie haben georgische Frauen geheiratet. Diese beiden Frauen sind Schwestern. Auf den Reisen nach Georgien lernten die beiden das Ursprungsland des Weines, die Gastfreundschaft und erzählenswerte Geschichten kennen. 

Im März 2018 importierten die beiden die ersten drei Paletten dieser georgischen Naturweine nach Berlin. Es dauerte ein halbes Jahr, dann fand man die Weine und Spirituosen in einigen Berliner Restaurants.
Ganz neu ist nun ein Onlineshop, indem man die Naturweine bestellen kann. Schaut auf www.naturwein-georgien.de und genießt wirklich tolle Weine. Man lernt die Winzer kennen und man erfährt viel über Wein. Es lohnt sich auf jeden Fall. Denn es gibt dort nicht nur Weine aus Georgien, sondern auch Spirituosen. Den Quittenbrand z. B. kann ich nur empfehlen. 

Am 29. November 2018 veranstaltet Ulrich Beier sein Kochevent “Georgia on my Mind”.  Dort können sich meine Berliner Genuss-Indianer von Ulrich Beiers neuer Interpretation der georgischen Küche verwöhnen lassen, zusammen kochen und die Weine von Zoltan und Raphael kosten. Der Spaß wird an diesem Abend natürlich groß geschrieben.
Ach ja, mich werdet ihr da auch antreffen. 

In diesem Sinne bleibt neugierig

Euer Karsten 

Hallo meine lieben Genuss-Indianer, 

Wer von Euch genießt morgens nicht erstmal eine schöne Tasse Kaffee? Ich gehe mal von den meisten aus. Oder im Büro? Eine Tasse Kaffee zwischendurch ist immer drin, oder? Auch ich trinke Kaffee, während ich das hier schreibe. 

Wie macht ihr Euren Kaffee? Mit den Kapseln von Nespresso oder anderen Kapseln?
In diesen Aluminiumkapseln sind durchschnittlich 5 Gramm Kaffee enthalten und eine Kapsel kostet ca. 0,35 €. Zweihundert Kapseln sind 1 Kg. Rechne ich nun die zweihundert Kapseln mal 0,35€ pro Kapsel, dann bin ich bei einem Kilopreis von 70€ für Kaffee.
500g Kaffee im Supermarkt bekommt man zwischen 4€ – 5€. Das heißt, der Kilopreis liegt bei 8€ -10€. Bei unserem letzten Besuch in Hamburg waren wir u.a. in der Speicherstadt. Als Kaffeetrinker waren wir auch in der Kaffeerösterei dort. Lange Rede, wir haben uns leckeren Kaffee mitgebracht, für Sonntags. Das hat uns für 500g ca. 7€ gekostet. Also das Kilo 14€. Das fanden wir teuer. Geschmeckt hat der erste Sahne. 


Aus meiner Sicht ist Kaffee aus diesen Kapseln oder Pads nur Geldmacherei von den Firmen. Ein anderer Aspekt als der Preis, ist die Umwelt.
Wenn ich mir im Supermarkt meinen Kaffee kaufe, habe ich 500g in einer Verpackung. Dieselbe Menge mit Kapseln hätte ich 100 Aluminiumkapseln als Müll. Muss das sein?
Schauen wir mal bei Nespresso auf der Internetseite nach. Auf der Seite wird die fragegestellt: “Warum nutzt Nespresso Aluminium für seine Kapseln?“
Die Antwort: “Kein anderes der von uns untersuchten Materialien für Kaffeekapseln kann die Frische und die Aromen unserer Gourmetkaffees besser vor Licht, Luft und Feuchtigkeit schützen als Aluminium. Zudem bietet Aluminium weitere Vorteile: Zusätzliche Verpackungen sind nicht mehr nötig, das geringere Gewicht erlaubt eine möglichst nachhaltige Logistik und lässt sich ganz einfach recyceln.“


Wollen die uns Verbraucher verarschen? Wurde seit es Kaffee gibt, alles falsch gemacht? Mein Kaffee wird in Säcken in die Rösterei geliefert. Auch anderer Gourmetkaffee wird so angeliefert.
Und Aluminium hat Vorteile? Was ist mit dem Rotschlamm, dem Bauxit, der bei der Herstellung von Aluminium entsteht? Schaut Euch bitte diese Video von „W wie Wissen“ an. https://www.youtube.com/watch?v=_68WqnBHWFI.
Ganz abgesehen von den anderen giftigen Stoffen, die dabei noch entstehen. „Zusätzliche Verpackung ist nicht mehr nötig“ schreiben die. Ich weiß nicht, ich fühle mich bei diesen Antworten wirklich verarscht.

Meine Filtertüte aus recyceltem Papier ist biologisch abbaubar. Ich überlege ernsthaft, meinen Kaffee mit der Hand aufzubrühen und nicht mit meine Kaffeemaschine. In einem Kaffeefilter aus Porzellan, den kann ich immer wieder verwenden. Für den Müllberg, den man mit 500g Kaffee in Aluminiumkapseln produziert, brauche ich mit Handaufbrühen bestimmt ein halbes Jahr. Und meiner ist biologisch abbaubar!

Meine lieben Genuss-Indianer, Kaffee genießen gerne. Kapselkaffee nein.
Meiner Meinung nach schmeckt der Kaffee aus diesen Kapseln nicht für 70€ das Kilo.
Glaubt nicht der Werbung und den Großkonzernen, die nur ihren Gewinn im Kopf haben. Besser als Glaube ist Zweifeln. 

In diesem Sinne

Bleibt neugierig

Euer Karsten