Chinkali werden in Georgien mit den Fingern gegessen. Dazu beisst man erst nur ganz leicht rein, um den guten Fleischsaft auszuschlürfen. Danach erst wird das Chinkali endgültig gegessen. Den Teigknoten braucht man nicht zu essen. Den legt man an den Tellerrand und erfreut später die Hunde.
Rund um Tbilisi, der Hauptstadt von Georgien,  gibt es sehr viele Chinkali-Lokale. Die Menschen kommen von weit her um am Abend zusammen mit Freunden Chinkali mit Wodka und Bier zu genießen und Spaß zu haben.

Georgische Teigtaschen - Chinkali

Gericht Hauptspeise
Land & Region Georgisch
Portionen 4 Personen

Zutaten

  • 800 g Rinderhackfleisch
  • 1,5 rote Zwiebeln
  • 1 Bund Koriander es geht aber auch Petersilie
  • 800 g Weizenmehl Type 405
  • 1 Ei
  • Salz
  • Pfeffer
  • Wasser
  • etwas Mehl für die Arbeitsplatte

Anleitungen

  • Die Zwiebeln schälen und in kleine Stückchen hacken. Ebenso den Koriander oder die Petersilie waschen und klein hacken.
  • In einer Schüssel das Hackfleisch, die Zwiebeln und den Koriander bzw. Petersilie mit einem Glas warmen Wasser mischen und dann beiseite stellen.
  • Nun machen wir den Teig. Dazu das Weizenmehl in eine Schüssel geben. 1/2 Liter Wasser, Salz und das Ei dazu geben. Nun solange kneten, bis der Teig geschmeidig wird.
  • Etwas Mehl auf einer Arbeitsplatte verteilen und dort den Teig weiter kneten.
  • Wenn der Teig richtig geschmeidig ist, mit einem Nudelholz dünn ausrollen.
  • Mit einem Glas runde Teilstücke ausstechen. Diese noch ein wenig dünner und rund ausrollen.
  • Einen Esslöffel mit Hackfleisch auf ein Teigteil legen. Nun von der Seite her mit kleinen Fältchen nach oben hin zusammenfalten. Die Spitze zu einem Knoten drehen, damit es beim Kochen nicht aufgehen kann.
  • Die Teigtaschen in kochendes Salzwasser geben. Bitte passt auf, dass die Teigtaschen beim Kochen nicht am Topfrand kleben.
  • Wenn die Teigtaschen oben schwimmen, noch ca. 5 Minuten ziehen lassen. Mit einem Schöpflöffel vorsichtig herausnehmen, mit etwas Pfeffer bestreuen und servieren.
  • Meist sind es zu viele Chinkalis und es bleiben welche übrig. Die kann man in Butter braten und erneut essen.

Nudelsalat mit Kichererbsen

Gericht Salate
Land & Region Salate
Portionen 4 Personen

Zutaten

  • 300 g kurze Nudeln ich habe Rigatonis genommen
  • 1 Dose Kichererbsen ca. 400g
  • 4 EL Essig am besten Weissweinessig
  • 8 EL Olivenöl
  • 30 g Mandeln
  • 6 Radieschen
  • 1 Zucchini
  • 150 g Tomaten
  • 1 Herz vom Endiviensalat
  • Salz
  • Pfeffer

Anleitungen

  • Die Nudeln bissfest nach Packungsanweisung kochen. Ich nehme reichlich kochendes Salzwasser.
  • Beim Abgießen der Nudeln 150ml Nudelwasser auffangen. 2 EL vom Essig und 4 EL Olivenöl im Nudelwasser verrühren und mit Pfeffer und ein bisschen Salz abschmecken.
  • Die Kichererbsen in ein Sieb geben und mit Wasser kalt abspülen. Gut abtropfen lassen.
  • Die Nudeln und die Kichererbsen zum Nudelwasser geben, gut mischen und abgedeckt beiseite stellen.
  • In einer Pfanne die Mandeln rösten. Dazu die Mandeln in einer Pfanne ohne Öl geben und ab und zu rühren. Wenn sie braun werden, sofort heraus nehmen und klein hacken.
  • Die Radieschen waschen und fein schneiden. Ich habe sie halbiert und dann in dünne Scheiben geschnitten.
  • Die Hälfte der Mandeln und die fein geschnittenen Radieschen mit 2 EL Olivenöl verrühren.
  • Die Zucchini waschen, trocken tupfen und in kleine Stücke schneiden. Dazu habe ich die Zucchini erst längs halbiert. Die Hälften dann längs gedrittelt und danach quer in dünne Stückchen geschnitten.
  • Etwas Öl in einer am besten beschichteten Pfanne erhitzen und darin die Zucchinistückchen ca. 2 Minuten anbraten. Mit etwas Salz und Pfeffer würzen und beiseite legen.
  • Die Tomaten waschen, die Stielansätze entfernen und in Scheiben schneiden.
  • Den Salat waschen, trocken schleudern und in mundgerechte Stücke schneiden oder zupfen.
  • Am Schluss die gebratenen Zucchini und die Tomaten mit den Nudeln mischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Mandel-Zwiebel-Vinaigrette vorsichtig einrühren. Guten Appetit

Hallo meine lieben Genuss-Indianer,

ich habe für mich die georgische Küche entdeckt.

Die Legende der georgischen Küche ist ein bisschen seltsam, aber wiederum muss man sie einfach erzählen.
Als Gott die Erde erschaffen hatte, rief er die Völker zu sich, um sie unter allen Völkern zu verteilen. Alle waren da, nur die Georgier hatten wieder einmal zu lange gefeiert, zu viel gegessen und zu viel getrunken.
Als sie endlich kamen, war nichts mehr zum Verteilen übrig. Doch statt zu verzweifeln, sangen und feierten sie einfach weiter und  der liebe Gott war gerührt. Er war so gerührt, dass er den Georgiern seinen geheimen Lieblingsflecken auf Erden gab, seinen Garten.
Und somit gab er ihnen die Voraussetzung für eine Küche mit unzähligen, frischen Produkten und exotischen Gewürzen. Mit Zutaten wie Granatapfel, Bockshornklee, Koriandergrün, Walnüssen und vielen vegetarischen Vorspeisen und Hauptgerichten hat sie für mich sehr großes Potenzial und zählt zudem noch zu den gesündesten Küchen der Welt.

Ich möchte Euch nun ein paar Rezepte vorstellen, die meiner Meinung nach in Eure Rezeptsammlung gehören.

Das erste ist Badrujani

Georgische Auberginen - Badrijani

Gericht Vorspeise
Land & Region Georgisch
Portionen 4 Personen

Zutaten

  • 1 Kg Auberginen
  • 1/2 Zehe Knoblauch
  • 1 Zwiebel
  • 1 EL Essig
  • 300 g Walnüsse
  • Salz
  • Paprikapuler
  • 1 Bund Koriander
  • 1 Bund Petersilie
  • 2 EL Granatapfelkörner
  • 50 g gestiftete Mandeln

Anleitungen

  • Zuerst die Auberginen waschen und in dünne Scheiben längs schneiden. Bestreut sie mit Salz und lasst sie ungefähr 35 Minuten stehen.
  • Die Auberginen zusammenpressen und braten.
  • In den 30 Minuten stellen wir die Gewürzmischung her. Dazu zerdrücken wir den Knoblauch. Den Koriander und die Zwiebeln hacken wir in kleine Stücke, ebenfalls die Nüsse. Das alles mit Salz in eine Schüssel geben und mit ca. 100ml Wasser pürieren, bis es ein Mus gibt.
  • Einen Löffel Essig, die Granatapfelkerne und die Petersilie geben wir mit in die Schüssel.
  • Die fertig gebratenen Auberginen auf einer Seite mit der Creme bestreichen und zu einer Rolle zusammen rollen.

Hallo meine lieben Genuss-Indianer,
kann man ein Leben patentieren?

Agrarkonzerne reißen die Natur an sich – und sichern sich Patente auf Obst- und Gemüsesorten. Das ist seit 2017 eigentlich verboten, doch die Regelung hat eine Lücke. SPD-Ministerin Katarina Barley kann dieses Schlupfloch jetzt schließen, wenn sie sich am 27. Juni im Verwaltungsrat des Europäischen Patentamts dafür stark macht.

Zuerst fragen wir uns mal, was ist ein Patent?
Ein Patent ist ein exklusives Recht an einer Erfindung – es soll Innovation und Erfindergeist fördern, weil der Besitzer oder die Besitzerin einige Zeit einen höheren Preis für eine Idee erzielen kann. Doch das Europäische Patentamt (EPA) vergibt immer wieder auch Patente für Lebewesen an Bayer/Monsanto und andere Agrarkonzerne.
Das kann alle Arten von Pflanzen betreffen: Gemüse wie Tomaten, Brokkoli, Paprika und Salat genauso wie Soja, Mais und Weizen. Aber auch zum Beispiel Kühe oder Schweine. Dabei haben die Konzerne diese Pflanzen und Tiere gar nicht „erfunden“.
Die 38 Vertragsstaaten des Europäischen Patentübereinkommens haben Mitte 2017 beschlossen, keine Patente mehr für Pflanzen und Tiere aus herkömmlicher Züchtung (also ohne Gentechnik) zu vergeben. Schon seit 2012 hatte das Europaparlament ein solches Verbot gefordert.
Die Entscheidung der Vertragsstaaten war nicht zuletzt ein Erfolg der jahrelangen Proteste aus der Zivilgesellschaft. Doch schon damals haben wir gewarnt: Das Verbot hat Lücken, die von Agrarkonzernen wie Bayer/Monsanto, BASF oder ENZA ausgenutzt werden können. Und genau so ist jetzt gekommen.

Konzerne wie Monsanto/Bayer, Syngenta oder ENZA melden immer mehr Patente auf Saatgut an und bilden so schrittweise ein Monopol über unsere Ernährung.
Bereits jetzt kontrollieren fünf Konzerne 95 Prozent des Marktes beim Saatgut für Gemüse. Daneben profitieren aber auch andere Institutionen und Personen an dem Geschäft mit Patenten: insbesondere Patentanwält/innen, Beratungsfirmen und nicht zuletzt das Europäische Patentamt selbst, das an den Patentvergaben direkt verdient.
Auf der anderen Seite verlieren bei der Patentvergabe Züchter/innen, Landwirt/innen, Lebensmittelunternehmen und Verbraucher/innen. Patente auf Pflanzen und Tiere fördern die Marktkonzentration und bringen Landwirt/innen in immer stärkere Abhängigkeit von den großen Konzernen.
ENZA missbraucht das Patentrecht besonders systematisch, indem der Konzern die Verwendung des patentierten Saatguts in seinen Verkaufs- und Lieferbedingungen auf nur eine Anbausaison einschränkt. Jeglicher Tausch, jegliche Wiederverwendung, Forschung oder weitere Züchtung ist verboten. Wer Saatgut erwirbt, muss diese Bedingungen unterschreiben und ist damit automatisch in deren Patente-Falle gefangen. Andere Agrarkonzerne machen es ähnlich. Der fortschreitende Konzentrationsprozess in der Züchtung verhindert echten Wettbewerb und gibt wenigen Konzernen die Macht, darüber zu entscheiden, was auf dem Acker angebaut wird, was wir essen und welchen Preis wir dafür bezahlen. Unsere Nahrungsmittelvielfalt geht zurück und die Preise steigen. Dadurch ist auch die weltweite Ernährungssicherheit gefährdet.Globale Hungerkrisen könnten zunehmen und immer mehr Menschen ihre Lebensgrundlage verlieren.

Meine Meinung ist, dass Leben auf garkeine Fall patentiert werden kann und darf.
Überlegt mal… 5 Großkonzerne können uns vorschreiben, was wir essen.
Großkonzerne sind nur auf Profit aus, nicht auf Leben oder Gesundheit. Man wirtschaftet nur in die eigene Tasche und denkt in erster Linie an Umsatz…

Geht auf die Seite von Campact und macht mit bei der Aktion, Patente auf Leben zu verbieten.

Bleibt neugierig
Euer Karsten