Hallo meine lieben Genuss-Indianer,
lange habt ihr nichts mehr von mir gehört. Das stimmt und es tut mir auch leid.
Ich sage Euch auch, woran das liegt.

Meine Frau und ich haben einen Film gesehen. Dieser Film heißt Citizen Animal, ein Film von einem sehr guten Freund von uns, Oliver Kyr.
In dem Film stellt er die Frage:
„Haben Tiere Rechte?“
Dazu ist er mit seiner Familie, die er Pegasus Family nennt, durch Europa gefahren, um dieser Frage nachzugehen.

Lange Rede, der Film hat mich dermaßen zum Nachdenken gebracht, dass ich längere Zeit nichts mehr auf „Der Sex des alten Mannes“ geschrieben habe und erstmal verarbeiten musste, was da gerade in meinem Kopf passiert.

Wie ihr wisst, habe ich Fleisch gegessen und wie jeder von Euch bin ich zum Metzger oder im Supermarkt an die Fleischtheke gegangen und wie selbstverständlich Fleisch gekauft.
Doch nun denke ich, was gibt uns Menschen das Recht, Tiere auszunutzen. Damit meine ich, Tiere aus deren natürlicher Umgebung zu reißen, ihnen den natürlichen Lebensraum zu nehmen, einzusperren, zu mästen, nur um an deren Fleisch zu kommen? Natürlich so, dass der Gewinn optimiert wird, man das meiste Geld verdienen kann auf Kosten der Tiere. Es sind Lebewesen wie Du und ich und haben natürlich auch Rechte.
Die DNA eines Schimpansen gleicht uns zu 98,7%. Diese 1,3% Unterschied erlaubt uns, den Herrscher der Welt zu sein?
Kein Tier würde die Erde so ausnutzen, vermüllen, zerstören. Aber wir, die angebliche Krönung der Schöpfung, handeln so, als ob uns die Welt gehört.

Wenn ich nun Fleisch esse, dann 1. sehr selten und 2. von Tieren, die gelebt haben, die Freiheit genossen haben, draußen auf der Weide gespielt haben, ein artgerechtes Leben hatten. Klar kostet es ein paar Euro mehr. Doch das ist es mir wert.
 
Liebe Genuss-Indianer, meiner Meinung nach haben Tiere Rechte, wie Du und ich… Wir Verbraucher haben die größte Waffe, gegen das Ausnutzen von Tieren zu kämpfen und das ist unser Portemonnaie. Denkt drüber nach beim nächsten Einkauf.

Bleibt neugierig.

Euer Karsten