Hallo meine lieben Genuss-Indianer,

was im Dezember Saison hat, könnt ihr auf der unterstehenden Grafik schön erkennen. 

Freilandprodukte

Im Freilandanbau werden der Anzahl nach bedeutende Gemüsearten wie Zwiebeln, Möhren, Kohl und Salate angebaut. Im Winterhalbjahr fällt der Selbstversorgungsgrad bei diesen Produkten gegenüber den Sommermonaten daher deutlich ab.

Freilandprodukte werden mit geringerer Klimabelastung produziert als Obst und Gemüse, das im beheizten Gewächshaus angebaut wird.

Geschützter Anbau

Das bezeichnet Flächen unter Folie, Glas oder Vlies, wobei der Anbau unter Vlies eher als eine Übergangsform vom Freilandanbau hin zum geschützten Anbau zu betrachten ist. Außerdem sind in meiner Saisongrafik nur Obst- und Gemüsesorten aufgeführt, die in unbeheizten Gewächs- oder Folienhäusern wachsen.

In den letzten Jahren konnte der geschützte Anbau bei der Reduzierung des chemischen Pflanzenschutzes große Fortschritte machen. Durch den Schutz der Pflanzen ist der Nützlingseinsatz in Form von Marienkäfern oder Schwebfliegenlarven als Alternative zu chemischen Schädlingsbekämpfungsmitteln besonders effektiv geworden.

Lagerware

Moderne Lagermethoden machen das ganze Jahr über frisches, regionales  Obst und Gemüse unabhängig von den Erntezeiten möglich. Ob Obst und Gemüse lagerfähig sind, hängt vom Erntezeitpunkt ab.

Geerntet wird reifes Obst und Gemüse, das während der Lagerung noch nachreifen kann. Die Lagerfähigkeit von Obst und Gemüse wird durch die Lagertemperatur sowie die relative Luftfeuchtigkeit maßgeblich bestimmt.

Hallo meine lieben Genuss-Indianer, 

gestern, am 29.11.2018, war das 9. „Georgia on my mind“. Kurz vorweg, wer nicht da war, hat was verpasst. 

Der Wein atmet
© Karsten Stockhecker

Es wurden tolle Weine degustiert, Ulrich hat wieder tolles georgisches Essen gezaubert und die Gäste haben selber unter Anleitung leckere Khinkhalis und Chachapulis gemacht. Die Stimmung war klasse. 
Das erste „Georgia on my Mind“ fand noch im Wohnzimmer von Ulrich statt. Heute, beim 9. Mal, waren 30 Personen anwesend. Aber alleine hat Ulrich das nicht gemacht. Unterstützt haben ihn Chipo, der Meister der Khinkhalis. Zoltan und Raphael von naturwein-Georgien.de hatten tolle Weine dabei, die sie den Gästen bei einer Degustation erklärten und näher brachten. Ach ja, und ich war auch noch da und habe unterstützt.

Khinkhalis machen
©Karsten Stockhecker

Die Gäste haben aus dem fertigen Teig Khatschapuri gemacht und auch Khinkhalis geformt. Letzteres ist nicht so einfach, wie sich herausstellte. Sie haben Tomaten und Gurken geschnitten, aus denen Ulrich einen georgischen Salat gezaubert hat. 

Als Vorspeise gab es Fingerfood. Eine Walnusscreme mit Cranberrys, kleinen Auberginen. sehr lecker. 

Vorspeisenteller
© Karsten Stockhecker


Es war ein rundum gelungener Abend und alle waren begeistert.

Das nächste „Georgia on my Mind“ kommt bestimmt. 

In diesem Sinne bleibt neugierig

Euer Karsten 


Dieses Rezept ist vegetarisch. 
Wer es gerne vegan haben möchte, nimmt vegane Margarine. Ansonsten sind alle Zutaten vegan. 
Ich habe mir angewöhnt, die Zutaten zuerst alle nach Rezept abzuwiegen und bereit zu stellen. Das machen die Spitzenköche auch. Das nennt man “Mis en Place”. 

Ich wünsche diel Spaß beim Nachkochen und natürlich beim genießen.


Häppchen mit gebratener Birne auf Pumpernickel

Portionen 28 Stück

Zutaten

Für die Bohnencreme braucht man:

  • 1 kleines Glas weiße Bohnen ca. 255g Abtropfgewicht
  • 1 kleine Zitrone
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 TL Trüffelöl
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 TL Meersalz
  • 1 TL Pfeffer
  • 1 TL Agavendicksaft alternativ: Ahornsirup

Für die gebratene Birne braucht man:

  • 1 kleine Birne ca. 150g
  • 1/2 Zwiebel
  • 2 TL Margarine
  • 2 Prisen Meersalz
  • 2 Prisen Pfeffer

Für die karamellisierten Walnüsse braucht man:

  • 3 gehäufte EL Walnüsse
  • 1 gestrichener EL Zucker
  • 1/2 TL Margarine
  • 2 EL Balsamicoessig

... und man braucht noch:

  • 250 g Pumpernickel
  • 2 TL rosa Pfefferbeeren
  • 1/2 Bund Schnittlauch

Anleitungen

  • Zuerst machen wir die Bohnencreme. Dazu die Bohnen abgießen und die Bohnen in ein Mixbecher geben.
  • Die Rosmarinnadeln von den Zweigen zupfen, danach klein hacken.
  • Die Zitrone heiß abwaschen. Danach die Schale abreiben. Eine 1/2 Zitrone auspressen. Den Saft und die abgeriebene Schale ebenfalls ab in den Mixbecher.
  • Die Knoblauchzehe abziehen und in kleine Würfel schneiden. Danach auch ab in den Mixbecher.
  • Ebenfalls in den Mixbecher kommen noch die beiden Öle( Trüffel- und Olivenöl). Nun mit einem Pürierstab alles zu einer homogenen Creme mixen.
  • Den Rosmarin, die abgeriebene Zitronenschale, Salz und Pfeffer und den Agarvendicksaft (alternativ den Ahornsirup) unterheben. die Creme in den Kühlschrank stellen.
  • Nun machen wir die gebratene Birne:
  • Zuerst die Birne waschen und entkernen. Das Fruchtfleisch in ca. 1/2 cm große Würfel schneiden.
  • Die Zwiebel abziehen und sehr fein würfeln.
  • Nun erhitzet man die Margarine in einer kleinen Pfanne und dünstet die Zwiebel darin ca. 1 Minute , bis sie glasig sind.
  • Dann kommen die Birnenwürfel dazu. Sie werden unter hoher Hitze ca. 1 Minute unter ständigem Rühren angebraten, bis die Zwiebeln geröstet sind und die Birnenstückchen am Rand goldbraun geworden sind.
  • Das alles mit Salz und Pfeffer würzen, kurz durchrühren und die Pfanne vom Herd nehmen.
  • Nun karamellisiert man die Walnüsse.
  • Dazu die Nüsse etwas kleine brechen. In einer heißen Pfanne ohne Öl die Nüsse rösten, bis sie duften.
  • Nun den Zucker und die Margarine dazugeben und bei niedriger Temperatur die Nüsse langsam karamellisieren.
  • Zum Ende alles mit dem Balsamicoessig ablöschen und die Pfanne vom Herd nehmen.
  • Nun geht es zum Anrichten:
  • Dazu aus den eckigen Pumpernickelscheiben mit einem Glas in runde Scheiben ausstechen. Diese auf einem Teller oder Tablett legen.
  • Die Bohnencreme aus dem Kühlschrank holen und mit einem Teelöffel auf den Scheiben verteilen.
  • Nun die gebratenen Birnenstückchen dazugeben und das ganze mit den Nüssen samt dem Karamell-Balsamico toppen.
  • Mit den Rosinen Pfefferbeeren bestreuen und mit Schnittlauch garnieren.
  • Ich wünsche Euch einen guten Appetit

Hallo meine lieben Genuss-Indianer, 

zu einem guten Essen gehört ein guter Wein. Doch welchen Wein nehmen? Am besten wäre doch Naturwein. Doch wo bekommt man Naturwein her? Und was ist eigentlich Naturwein? 

Ein Wein, dessen Weinkultivierung vor ca. 8000 Jahren begann. Damals gab es noch keine Stahlfässer, somit wurde der Wein in Ton-Amphoren fermentiert und ausgebaut.
Die Trauben kamen von einem Weinberg, der in einem biodynamischen System zur Selbsterhaltung angeregt wurde. Das erreichte man, indem man auf künstliche Bewässerung verzichtete. Die Wurzeln mussten tiefer wachsen, um Wasser zu bekommen, und dadurch wurden die Rebstöcke stärker.
Natürlich wurde bei einem Naturwein auf jegliche Pestizide verzichtet. Auch auf die Reinzuchthefen, der Wein gärte mit seiner natürlichen Hefe. Durch den Verzicht auf Pestizide und der Reinzuchthefe erhält man den unverfälschten, ursprünglichen Geschmack der Traube. Das jedoch heißt, dass so ein Weinberg sehr aufmerksam gepflegt werden muss und ausschließlich per Hand gearbeitet wird. Das ist ein Naturwein. Der Geschmack so eines Weines würde sogar mich als Biertrinker überzeugen.

Jetzt die gute Nachricht, meine Lieben. So einen Wein gibt es. Und er hat mich als Biertrinker wirklich überzeugt.
Der Wein kommt aus Georgien. Durch die klimatischen Bedingungen dort, haben die Früchte einen besonders hohen Zuckergehalt. Getrunken habe ich den Wein bei Zoltan und Raphael. Das sind zwei Berliner, deren Liebe zu Georgien die zwei stark verbindet. Sie haben georgische Frauen geheiratet. Diese beiden Frauen sind Schwestern. Auf den Reisen nach Georgien lernten die beiden das Ursprungsland des Weines, die Gastfreundschaft und erzählenswerte Geschichten kennen. 

Im März 2018 importierten die beiden die ersten drei Paletten dieser georgischen Naturweine nach Berlin. Es dauerte ein halbes Jahr, dann fand man die Weine und Spirituosen in einigen Berliner Restaurants.
Ganz neu ist nun ein Onlineshop, indem man die Naturweine bestellen kann. Schaut auf www.naturwein-georgien.de und genießt wirklich tolle Weine. Man lernt die Winzer kennen und man erfährt viel über Wein. Es lohnt sich auf jeden Fall. Denn es gibt dort nicht nur Weine aus Georgien, sondern auch Spirituosen. Den Quittenbrand z. B. kann ich nur empfehlen. 

Am 29. November 2018 veranstaltet Ulrich Beier sein Kochevent “Georgia on my Mind”.  Dort können sich meine Berliner Genuss-Indianer von Ulrich Beiers neuer Interpretation der georgischen Küche verwöhnen lassen, zusammen kochen und die Weine von Zoltan und Raphael kosten. Der Spaß wird an diesem Abend natürlich groß geschrieben.
Ach ja, mich werdet ihr da auch antreffen. 

In diesem Sinne bleibt neugierig

Euer Karsten 

Hallo meine lieben Genuss-Indianer, 

Wer von Euch genießt morgens nicht erstmal eine schöne Tasse Kaffee? Ich gehe mal von den meisten aus. Oder im Büro? Eine Tasse Kaffee zwischendurch ist immer drin, oder? Auch ich trinke Kaffee, während ich das hier schreibe. 

Wie macht ihr Euren Kaffee? Mit den Kapseln von Nespresso oder anderen Kapseln?
In diesen Aluminiumkapseln sind durchschnittlich 5 Gramm Kaffee enthalten und eine Kapsel kostet ca. 0,35 €. Zweihundert Kapseln sind 1 Kg. Rechne ich nun die zweihundert Kapseln mal 0,35€ pro Kapsel, dann bin ich bei einem Kilopreis von 70€ für Kaffee.
500g Kaffee im Supermarkt bekommt man zwischen 4€ – 5€. Das heißt, der Kilopreis liegt bei 8€ -10€. Bei unserem letzten Besuch in Hamburg waren wir u.a. in der Speicherstadt. Als Kaffeetrinker waren wir auch in der Kaffeerösterei dort. Lange Rede, wir haben uns leckeren Kaffee mitgebracht, für Sonntags. Das hat uns für 500g ca. 7€ gekostet. Also das Kilo 14€. Das fanden wir teuer. Geschmeckt hat der erste Sahne. 


Aus meiner Sicht ist Kaffee aus diesen Kapseln oder Pads nur Geldmacherei von den Firmen. Ein anderer Aspekt als der Preis, ist die Umwelt.
Wenn ich mir im Supermarkt meinen Kaffee kaufe, habe ich 500g in einer Verpackung. Dieselbe Menge mit Kapseln hätte ich 100 Aluminiumkapseln als Müll. Muss das sein?
Schauen wir mal bei Nespresso auf der Internetseite nach. Auf der Seite wird die fragegestellt: “Warum nutzt Nespresso Aluminium für seine Kapseln?“
Die Antwort: “Kein anderes der von uns untersuchten Materialien für Kaffeekapseln kann die Frische und die Aromen unserer Gourmetkaffees besser vor Licht, Luft und Feuchtigkeit schützen als Aluminium. Zudem bietet Aluminium weitere Vorteile: Zusätzliche Verpackungen sind nicht mehr nötig, das geringere Gewicht erlaubt eine möglichst nachhaltige Logistik und lässt sich ganz einfach recyceln.“


Wollen die uns Verbraucher verarschen? Wurde seit es Kaffee gibt, alles falsch gemacht? Mein Kaffee wird in Säcken in die Rösterei geliefert. Auch anderer Gourmetkaffee wird so angeliefert.
Und Aluminium hat Vorteile? Was ist mit dem Rotschlamm, dem Bauxit, der bei der Herstellung von Aluminium entsteht? Schaut Euch bitte diese Video von „W wie Wissen“ an. https://www.youtube.com/watch?v=_68WqnBHWFI.
Ganz abgesehen von den anderen giftigen Stoffen, die dabei noch entstehen. „Zusätzliche Verpackung ist nicht mehr nötig“ schreiben die. Ich weiß nicht, ich fühle mich bei diesen Antworten wirklich verarscht.

Meine Filtertüte aus recyceltem Papier ist biologisch abbaubar. Ich überlege ernsthaft, meinen Kaffee mit der Hand aufzubrühen und nicht mit meine Kaffeemaschine. In einem Kaffeefilter aus Porzellan, den kann ich immer wieder verwenden. Für den Müllberg, den man mit 500g Kaffee in Aluminiumkapseln produziert, brauche ich mit Handaufbrühen bestimmt ein halbes Jahr. Und meiner ist biologisch abbaubar!

Meine lieben Genuss-Indianer, Kaffee genießen gerne. Kapselkaffee nein.
Meiner Meinung nach schmeckt der Kaffee aus diesen Kapseln nicht für 70€ das Kilo.
Glaubt nicht der Werbung und den Großkonzernen, die nur ihren Gewinn im Kopf haben. Besser als Glaube ist Zweifeln. 

In diesem Sinne

Bleibt neugierig

Euer Karsten 

Hallo meine lieben Genuss-Indianer*innen, 

Habt ihr schon mal darüber nachgedacht, mit wie viel Plastik man täglich in Berührung kommt?  Es ist definitiv zu viel.
Unser Zeitalter, in dem wir uns gerade befinden, ist ein Plastik-Zeitalter.  Aber mal ehrlich, Plastik ist schon klasse. Es ist das einzige Material, dass leicht, bruchfest, elastisch und temperaturunabhängig ist. Zudem kann es in unterschiedlichen Härtegraden hergestellt werden. Doch die Kehrseite ist, es ist umweltbelastend, es verrottet nicht und ist gesundheitsschädigend. Mikroorganismen sind nicht in der Lage, das Plastik vollständig zu zersetzen. Man sagt in der Biologie, Plastik ist „inert“, d.h. es ist sehr stabil und löslich und daher kaum einer Mineralisation unterworfen. Das bedeutet, dass Plastik zwar kontinuierlich kleiner, jedoch nicht vollständig abgebaut wird. Die Tierwelt leidet unter unserem Plastikmüll, die Ozeane vermüllen wir mit Plastik. Bald schwimmt mehr Plastik in den Weltmeeren als Fische. Schätzungen gehen davon aus, dass sich inzwischen ca. 145 Millionen Tonnen Plastikmüll in den Meeren befindet und es kommen jährlich 10 Millionen Tonnen dazu. Auf einen Quadratkilometer der Meeresoberfläche schwimmen ca. 13.000 Plastikmüllteile. 

Doch was ist eigentlich Plastik? 

Wie man weiß, wird es aus dem begrenzten Rohstoff Erdöl hergestellt. Dazu wird es destilliert und man hat Rohbenzin, es wird auch Naphtha genannt. Durch das Cracking-Verfahren wird es zu Ethylen, Propylen, Butylen und anderen Kohlewasserstoff-Verbindungen aufgespalten. Nun kann man Plastik auf dreierlei Arten herstellen.
Durch die Polymerisation werden mehrere kleine Moleküle zu einem großen Molekül aneinandergereiht. So entstehen die Kunststoffe Polystyrol. Polypropylen und Polyethylen.
Durch die Polykondensation werden unterschiedliche Ausgangsstoffe zu einem Molekül zusammengefügt. Es entsteht ein Nebenprodukt, wie z.B. Wasser. Dadurch entstehen Thermoplasten oder Duroplasten.
Als drittes Verfahren gibt es die Polyaddition. Auch hier werden unterschiedliche Ausgangsstoffe unter Wanderung von Wasserstoffatomen zusammengefügt, ohne ein Nebenprodukt. Das Endprodukt ist z.B. Polyurethan. 

Durch die drei unterschiedlichen Herstellungsverfahren gibt es auch drei unterschiedliche Arten von Plastik.
Da gibt es die Thermoplaste. Sie ist sehr flexibel und man kann durch erhitzen beliebig oft die Form ändern. Ein Beispiel ist der Plastikbecher.
Die nächste Art von Plastik ist das Duroplast. Diese Art von Plastik kann nur einmal erhitzt und geformt werden. Es ist meist hart und spröde und besteht aus engmaschig vernetzte Polymere. Ein Beispiel ist das Steckdosengehäuse.

Und dann wäre da noch die Elastomere. Es ist sehr elastisch, man kann es von Hand verbiegen. Es besteht aus weitmaschig vernetzten Polymeren. Ein Beispiel ist der Spülschwamm. 

Der einfachste Weg, die Unmengen von Plastik zu vermeiden, ist, auf Plastik zu verzichten.
Gehen wir mal in die Küche. Zum Schneiden, Pressen und Essen haben wir viele Dinge, die meist nicht vollständig ohne Plastik sind. Der Kochlöffel oder der Pfannenwender ist aus Plastik, die Griffschalen der Messer sind aus Plastik. Und so ein Pfannenwender oder der Kochlöffel ist schnell mal angebrannt. Dadurch werden Giftstoffe freigesetzt, die wir beim Kochen einatmen oder sogar ins Essen gelangen. Nimmt man stattdessen die Utensilien aus z.B. Bambus oder anderem Holz, haben wir das erste Problem schon gelöst. 

Verzichte auf diese Kaffeekapseln, für die George Clooney Werbung macht. Kaffee schmeckt sowieso besser, wenn man ihn per Hand aufbrüht. Und wenn es mal ein Coffee-to-Go sein muss, dann nehme einen Porzelanbecher mit. Die meisten füllen Dir den Kaffee da hinein. Besser als diese Plastikbecher.
Es gibt Dauerback-Matten aus Silikon. Die kannst Du abwaschen und musst nicht dauernd neues Backpapier kaufen. Denn auch in diesem Backpapier ist Plastik.
Benutze plastikfreie Strohhalme. Auch bei den Spülbürsten achte darauf, dass es keine aus Plastik sind. Beim Abtrocknen benutze Trockentücher aus Leinen. Die kannst Du wieder waschen.  
Es gibt vieles, was man ohne Plastik kaufen kann. Beim Einkaufen auf die Plastiktüte verzichten.
So, meine lieben Genuss-Indianer. 

Wer hat nch Ideen für ein plastikfreies Leben? Schreibt mit. Ich freue mich auf Eure Anregungen …

Bleibt neugierig

Euer Karsten

Hallo meine lieben Genuss-Indianer, 

Was ist der beste Snack für zwischendurch?
Der Apfel.
Doch was keiner weiß ist, dass der Apfel zur Familie der Rosengewächse gehört. Genauer gesagt gehört er zur Gattung der Kernobstgewächse. Sie sind lecker und gesund. Sie sind erfrischend in einem Müsli zum Frühstück, für die Verdauung anregend und für die Nacht beruhigend. Die Saison der Äpfel beginnt schon im Juli/August, bei den meisten im September und geht bis in den Dezember hinein. Also höchste Zeit, sich mal um die Äpfel zu kümmern. 

Früher hat man die Äpfel direkt vom Baum gegessen oder gleich zu tollen Speisen verarbeitet. Später hat man sie in gut durchlüfteten kalten und dunklen Kellern gelagert. Man musste aber aufpassen, dass man sie beim Lagern nicht stößt oder stapelt. Man sollte auch aufpassen, was in der Nähe von Äpfeln lagert.  Sie entwickeln ein Gas, welches sie reifen lässt. Dieses Gas heißt Ethylen und lässt z.B. Kartoffeln, Zitrusfrüchte oder Blumen welken. Gurken oder Blumenkohl, zusammen mit Äpfel in einem Kühlschrank aufbewahrt, passiert das auch. Äpfel gehören nicht in einen Kühlschrank. Lieber öfter frisch kaufen oder pflücken und sofort verzehren oder verarbeiten. 

Welche Apfelsorten gibt es?

Naja, um alle Apfelsorten anzusprechen, bräuchte ich wohl Zeit und Euch, meine lieben Genuss-Indianer, würde ich Langweilen, denn es gibt so ungefähr 20.000 Arten von Äpfeln. Und es entstehen jährlich immer neue Arten. Entweder durch Zufall oder durch Züchtungen. Manche Züchtungen verschwinden auch wieder, weil sie beim Kunden nicht ankommen. Beliebt sind Apfelsorten wie z.B. Jonagold, Elstar, oder Granny Smith. Ich nenne nur mal ein paar der gängigen Apfelsorten.
Als Erstes wäre da der sogenannte Sommerapfel oder auch blassgrüner Klarapfel genannt. Der ist schon im Juli/August reif. Er hat einen duftiges, sehr lockeres Fleisch und ist saftig. Den sollte man allerdings schnell essen oder verarbeiten, denn er verdirbt schnell. Aber mit ihm bekommt man den besten Apfelmus hin.
Von Ende August bis Mitte September gibt es den Gravensteiner. Diesen Apfel gibt es schon seit 1669 in Dänemark und ist sehr bekannt in Dänemark und Norddeutschland. Er ist allerdings stoßempfindlich, anspruchsvoll im Anbau und auch noch schlecht lagerfähig. Doch lässt sich aus ihm einen herrlichen Apfelmus machen und Obstbranntwein. Auch als Tafelapfel ist er beliebt. Interessant an diesem Apfel ist, dass er Steve Jobs zum Namen Apple seiner Firma inspirierte. Ein Freund von ihm hatte einen Bauernhof mit eben diesen Gravenstein-Apfelbäumen. Steve führte einige Zeit den Obstbau und wies die Helfer an, wann und wie sie die Bäume zu schneiden hatten.
Ein sehr beliebter Apfel ist der Gala. Er ist ein kleiner Apfel, zählt zum Dessertobst und lässt sich gut lagern. Der Geschmack ist süß und das Fruchtfleisch relativ fest. Die Schale ist leuchtend rot, das Fruchtfleisch gelblich. Hat er einen grünlichen Untergrund an der Schale, so ist das ein Zeichen dafür, dass er zu wenig Sonne abbekommen hat.
Auch sehr beliebt und bekannt ist der Jonagold. Seine Farbe ist sonnig gelb, an der Sonnenseite orangerot bis leuchtend erdbeerrot. Er wurde 1943 in den USA gezüchtet aus dem Golden Delicious und Jonathan. Erst seit 1968 war seine Markteinführung.
Man kennt noch den grasgrünen Granny Smith. Er ist knackig und im Geschmack säuerlich.
Zum Kochen und zum Backen ist der blassgelbe und zum Teil rot getönte Golden Delicious bestens geeignet. Dieser Apfel hat mit seiner milden Süße und der feinen Substanz echt das Zeug zu einem erstklassigen Apfel. Er kann aber nach längerem Lagern fad schmecken.
Der Braeburn, ein mittelgroßer Apfel aus Neuseeland, knackig und mit einem komplexen, süß-herben Geschmack, ist sehr beliebt bei den Europäern. Den Namen hat er von der neuseeländischen Stadt Braeburn, in der er zuerst angebaut wurde.
Wer einen Apfel sucht, um pikantes zu kochen, sollte zum Boskoop greifen. Er ist groß und gedrungen, mit einer rauen Schale. Er schmeckt säuerlich-herb und ist kräftig-saftig, wird aber bald mürbe. Der gelbe Elstar mit seiner rötlichen Sonnenseite ist eine Kreuzung aus Golden Delicious und Ingrid Marie. Eher süß, saftig, mild. Verliert mit der Zeit an Aroma.
Ein idealer Lager-, Koch- und Backapfel ist der rote bis violette Ingrid Marie (Anfang Oktober bis März); mürbe, mild-säuerlich.

Der gelbgrüne Glockenapfel mit einer leichten Sonnenröte und Glockenform, ist ein ganz Später. Herb und fruchtig, gut fürs Kochen und Backen.

Warum ist Apfel so gesund?

Sie sind reich an Vitamin C, seine Pflanzenstoffe helfen, geschädigte Darmzellen zu reparieren und Entzündungen vorbeugen. Am meisten Vitamin C steckt in der Schale. Daher am besten einen Apfel gründlich reinigen und mit Schale essen. Äpfel bestehen aus bis zu 85% Wasser. Sollte also mal kein Getränk zum Durst löschen in der Nähe sein, greife ruhig zum Apfel. Sie enthalten zudem kaum Fett, wenig Eiweiß aber ca. 12% Kohlenhydrate. Die versorgen den Körper mit Energie und vertreiben die Müdigkeit und steigern auch die Konzentration. Bei Durchfall einen rohen geriebenen Apfel mit Schale essen, denn das hat eine stopfende Wirkung. Ein gekochter Apfel dagegen hat eher eine Darmregulierende bis abführende Wirkung. Nicht umsonst heißt es:
„An Apple a day keeps the Doctor away“.

Also, meine lieben Genuss-Indianer, ran an den Apfel.

Bleibt neugierig

Euer Karsten