Vom Winterschlaf in die Frühjahrsmüdigkeit. Wer kennt das nicht.

Es werden die Tage länger, die Sonne wärmt uns mit ihren Strahlen, die Blumen wachsen und gedeihen. Aber mit dem Frühling kommt auch das Erkältungsrisiko. Um fit in den Frühling zu starten, ohne eine Erkältung, sollte das Immunsystem gestärkt werden.

Das geht am Besten mit Vitamin C. Dieses Vitamin kann der Mensch nicht selber herstellen, denn es ist ein wasserlösliches Antioxidans und ein wichtiger Nährstoff. Vitamin C ist ebenso wichtig für die Knochen, Knorpel, Haut und die Zähne.

Ein Glas Orangensaft, also 200 ml, versorgt den Körper mit dem Nötigen Vitamin C. Es hilft zudem, dass Eisen besser aufgenommen wird und somit fit in den Frühling gestartet werden kann.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, kurz DGE, und die Kampagne „5 am Tag“ empfehlen, täglich fünf Portionen frisches Obst und Gemüse zu essen. Damit versorgt man seinen Körper mit allen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen. Die fünf Portionen sollten maximal aus zwei Portionen aus jeweils einer Handvoll Obst bestehen. Eine Handvoll Obst kann auch durch ein Glas Obstsaft ersetzt werden. Da ist der schon erwähnte Orangensaft eine gute Wahl.

Ein Tag im Sinne von „5 am Tag“ könnte so aussehen:

1. und 2. Frühstück
Müsli oder Quarkspeise mit frischem Obst oder 1 Glas Obst- oder Gemüsesaft; zum belegten Brot Gemüse als Rohkost oder 1 Stück Obst

Mittagessen
1 Portion gedünstetes Gemüse oder 1 Portion gemischter Salat als Beilage

Zwischenmahlzeit

1 Stück Obst

Abendessen
1 Portion gemischter Salat oder Gemüse als Rohkost zum belegten Brot.

Als 1 Portion zählt beispielsweise 1 Apfel, 1 Banane, 2 Hände voll Himbeeren, 1 kleiner Kohlrabi, 1 Paprikaschote, 1 Hand voll getrocknete Hülsenfrüchte wie Linsen oder Erbsen.

Eine Portion Gemüse oder Obst kann gelegentlich durch 1 Glas Gemüse- oder Obstsaft oder 1 Portion Smoothie ersetzt werden. Trockenfrüchte und Nüsse (ungesalzen, ungeröstet) gehören ebenfalls zu „5 am Tag“, die Größe für 1 Portion ist ein halbe Hand voll bzw. 25 Gramm.

Grüner Spargel mit Bärlauch Hollandaise

Vorbereitungszeit 20 Minuten
Zubereitungszeit 12 Minuten
Arbeitszeit 32 Minuten
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 1 Kg grünen Spargel
  • 200 Gramm Butter
  • 2 Eigelb
  • 1 Bund Barlauch kleines Bund reicht
  • Spritzer Zitronensaft

Anleitungen

  • Zuerst das holzige Ende vom Spargel abschneiden. In Salzwasser den Spargel kochen, je nach Dicke ca. 12 Minuten. Beim Abgießen etwas Spargelwasser zurückbehalten
  • Die Butter zerlassen, d.h Butter in einem Topf zu zerlassen. Stellen Sie dafür einen Topf auf die Herdplatte und geben die Butter hinein. Schmelzen Sie die Butter bei niedriger Temperatur, bis sie vollkommen flüssig ist.
  • Eigelb mit dem Zitronensaft, Salz und Pfeffer im Wasserbadtopf verrühren, dabei nach und nach langsam die flüssige Butter zufügen und weiter rühren, bis die Sauce andickt. Sollte die Sauce zu dick werden, etwas Spargelwasser dazu geben.
  • Den Barlach putzen und fein hacken und dann unter die Sauce ziehen. Alles nochmal gut erhitzen aber auf keinen Fall kochen.
  • Beim Servieren die Sauce über den Spargel giessen. Dazu passen Kartoffeln. Guten Appetit

Spargel wurde 2016 in Deutschland auf einer Fläche von 22.000 Hektar angebaut und 119400 Tonnen wurden geerntet. Bald ist es wieder soweit und es ist Spargelzeit.
Die Spargelzeit, tja wann ist die genau?
Einfach beantwortet, die Spargelzeit beginnt, wenn es den ersten Spargel gibt. Klingt komisch, ist aber so. Denn einen genauen Termin gibt es nicht. Die Ernte des Gemüses ist Wetterabhängig. In warmen Jahren beginnt die Spargelzeit früher als in kälteren Jahren. Wenn nun sie Spargelzeit dieses Jahr anfängt, kann man nicht genau sagen. Es gibt aber schon ein paar Hinweise, wann sie beginnen könnte. In Beelitz findet die Offizielle Eröffnung der Spargelsaison am 11.05.2017 statt.  Schaut man in die Vergangenheit, kann man ungefähr sagen, wann es los geht. 2016 begann die Saison etwas später als im Vorjahr, nämlich am 14.April. 2015 war ein warmes Jahr und die Spargelzeit begann 2 Wochen früher.
Die nächste Frage ist, wie lange dauert die Spargelzeit? 

Traditionell ist der letzte “Stichtag” der 24.Juni, am Johannistag. Danach wird kein Spargel mehr gestochen. Rein Theoretisch könnte man den Spargel allerdings noch weit über den “Stichtag” hinaus ernten. Doch der Letzte Tag der Ernte wird von den Bauern aus Eigennutz eingehalten. Wer länger erntet, bei dem fällt die Ernte nächstes Jahr magerer aus. Die Äcker werden geschont um eine gute Ernte im nächsten Jahr zu gewährleisten.
Im Sommer 2013 wurde die Spargelsaison allerdings offiziell verlängert. Die Saison hatte wegen schlechten Wetters relativ spät begonnen, und im Juni gaben die Äcker noch genug Spargel her. Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel.

Ganz wichtig ! Wie lange muss man Spargel kochen? 

Schaut man mal ins Internet oder fragt bei Köchen nach, bekommt man sehr viele unterschiedliche Aussagen. Die einen mögen ihn butterweich, andere bissfest.
Mein Tipp:
Spargel in kochendes sprudelndes Wasser geben. Nach ungefähr 12 Minuten beginnt der erste Test. Eine Stange Spargel aus dem Wasser nehmen und über eine Gabel legen. Biegt sie sich in einem rechten Winkel, ist der Spargel fertig. Biegt er sich garnicht oder ist der Winkel zu flach, dann noch ein paar Minuten kochen. Achtet darauf, dass sich dünne Spargel leichter biegen als dicker. Die beste Methode ist das Probieren.

Was ist der Unterschied zwischen weißem und grünem Spargel? 

Die Antwort ist ganz simpel: Die Sonne macht.
Der weiße Spargel wird unter großem Aufwand unterirdisch herangezogen. Jeder kennt die Spargelwälle, abgedeckt durch Plastikbahnen, und behält dadurch die zarte Blässe.
Der grüne Spargel wächst über der Erde und bekommt vom Sonnenlicht die grüne Farbe.
Ein weiterer Unterschied ist, dass der grüne Spargel mehr Vitamin C enthält und im Geschmack aromatischer ist.

Welches ist das beste Spargelrezept? 

Gute Frage. Was sagt ihr? Schickt mir Euer Rezept an karsten@stockhecker.de.
Bin gespannt, was ihr für Rezepte schickt.

Unter dem Punkt “Rezepte” findet ihr ein paar Rezepte von mir.

Guten Appetit

Gnocchi-Zucchini-Pfanne

Portionen 2 Portionen

Zutaten

  • 2 Zucchini ca. 200g
  • 300 g Gnocchi Fertig im Kühlregal
  • 8 Kirschtomaten
  • 8 Stiele Petersilie
  • 2 EL Olivenöl
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • 20 g Parmesankäse
  • Salz
  • Pfeffer

Anleitungen

  • Die Zucchinis waschen und putzen. Mit einem Gemüsehobel die Zucchinis in kleine Scheinen hobeln.
  • Die Gnocchi gemäß der Packungsanleitung so 6-8 Minuten in kochendem Salzwasser fertig garen
  • Währendessen Petersilie waschen, trocknen, die Blättchen klein hacken. Die Tomaten auch waschen und halbieren.
  • In einer Pfanne Öl erhitzen. Bei starker Hitze die Zucchini darin unter dauerndem Wenden ca. 2 Minuten braten. Dann die Tomaten dazu und 1 Minute mitbraten. Salzen und pfeffern nach Geschmack.
  • Die Brühe dazu giessen und aufkochen lassen.
  • Gnocchi in einem Sieb abgießen und abtropfen und dann ab in die Pfanne zum den Zucchinis und Tomaten.
  • Den Parmesan in dünne Spähen hobeln und über dem Teller verteilen.

Rhabarber - Kompott

Gericht Nachspeise
Land & Region Nachspeise
Portionen 2 Portionen

Zutaten

  • 2 Stangen Rhabarber
  • 1/2 Packung Vanillezucker
  • Zucker
  • etwas Maisstärke

Anleitungen

  • Den Rhabarber waschen. Wer eine schöne rote Farbe habe möchte, schält ihn nicht. Wer will, kann ihn auch schälen.
  • Den Rhabarber in ca. 1cm große Stücke schneiden.
  • In wenig köchelndes Wasser den Rhabarber mit dem Vanillezucker geben und köcheln lassen bis der Rhabarber weich ist.
  • Mit dem Maismehl das Ganze andicken und mit Zucker abschmecken.
  • Servieren würde ich den Kompott mit einer Vanillesauce oder Vanilleeis.

Der März hat begonnen und in diesem Monat hat folgendes Saison:

  • Rhabarber
  • Chambignons
  • Blattspinat
  • Kartoffel
  • Rotkohl
  • Weißkohl
  • Shiitake Pilze
  • Bärlauch
  • Rote Beete
  • Sellerie
  • Äpfel
  • Birnen

Was ist zu Rhabarber zu sagen.
Der Name ist nicht so prickelnd. Schon garnicht, wenn man wie, woher der Name stammt. Er kommt aus dem lateinischen und leitet sich von “Rheum rhabarbarum” ab. Übersetzt man das, heißt es nichts anderes als “Wurzel der Barbaren”. So nannten die alten Römer die Pflanze, die von den bei ihnen als Barbaren angesehenen Tataren an den Ufern der Wolga, der Fluss hiess damals  „Rha“, angebaut wurde.
Etwa Anfang März entfernt man dann die Folie und lässt den Rhabarber ohne Frostschutz wachsen. Lässt man ihn länger auf dem Feld, werden die Stangen dicker, faseriger und saurer. Meist erntet man Rhabarber aber schon früher, wenn er noch jung und zart ist.

Wie gesund ist Rhabarber?

In Rhabarber stecken vor allem Apfel- und Zitronensäure, viel Vitamin C und etliche Mineralstoffe. Besonders reichlich enthalten ist außerdem Oxalsäure. Das gilt speziell für seine Blätter, die als giftig gelten und nicht essbar sind.

Aber auch in den Stangen selbst sitzt beim Rhabarber die Oxalsäure. Für gesunde Erwachsene oder Jugendliche ist sie völlig unbedenklich. Mit kalziumreichen Zutaten wie Milch bzw. Milch-Eis, Milchreis oder Pudding lässt sich der Säuregehalt außerdem etwas entschärfen. Trotzdem sollten Menschen mit Nierenleiden, Rheuma oder Gicht Rhabarber ebenso mit Vorsicht genießen wie Kinder.

In der asiatischen Naturheilkunde setzt man Rhabarber schon vor rund 3.000 Jahren ein, um das Blut zu reinigen und Gifte aus dem Körper auszuleiten: Die Chinesen stellten aus den Wurzeln ein Verdauungsmittel her.

Übrigens: Für die Figur hat Rhabarber absolut Pluspunkte, denn er ist fast völlig fettfrei und enthält kaum Zucker.