Hallo meine lieben Genuss-Indianer,

das Jahr ist nun fast rum, nur noch ein paar Tage, dann haben wir ein neues Jahr. Wir, das Team von „Der Sex des alten Mannes“, möchte sich bei Euch für die Treue bedanken.

Im vergangenen Jahr, fast zur selben Zeit, haben wir Euch erzählt, dass wir uns einiges vorgenommen haben. Das werden wir auch dieses Jahr wieder tun. Doch mit einem Unterschied. Es wird sich etwas ändern und wir haben uns einiges vor genommen. Dazu gleich mehr.

Bei einigen von Euch haben wir uns lange nicht gemeldet. Das haben wir nicht aus Bosheit gemacht oder weil ihr uns egal seit. Das ist einfach so passiert und dafür entschuldigen wir uns. Das wird 2018 viel besser.

Unsere Ankündigung vom letzten Jahr, mehr Rezepte zu bringen, wird erneuert. Wir werden eine kleine Design-Änderung unserer Seite machen und…..
Achtung jetzt kommt es….
Wir werden Kochkurse anbieten! Der Hammer, oder?
Die Kochkurse finden in Zusammenarbeit mit der Kochschule cooking Berlin in Buch statt. Der erste Kochkurs von „Der Sex des alten Mannes“ findet am 7.03.2018 statt. Was gekocht wird und wo man sich anmelden kann, werden wir noch bekannt geben.

Wir wünschen Euch nun einen guten Rutsch ins neue Jahr, Gesundheit und das alles, was ihr Euch vornehmt zum neuen Jahr, auch so eintritt.

Bleibt neugierig

Euer Karsten

Hallo meine lieben Genuss-Indianer,

Fleisch kaufen ist nicht nur Vertrauenssache. Man sollte schon überlegen, ob man Fleisch isst oder lieber nicht. Und das sage ich als Fleischesser.
Meiner Meinung nach ist es wichtig, beim Einkaufen zu schauen, woher die Lebensmittel kommen. Nicht nur beim Gemüse oder beim Obst, sondern auch beim Fleisch.

Die Soko Tierschutz deckte in einem McDonalds Schlachthof aus Düren erschreckende Zustände auf, die einem den Magen umdrehen. Hier der Artikel:

„Düren (ots) – Im Oktober und November 2017 dokumentierten Ermittler von SOKO Tierschutz die Zustände im Schlachthof Frenken in Düren, einem Großbetrieb, der McDonald’s mit Fleisch beliefert. Das Ergebnis: Tierquälerei,Inkompetenz und Hygienechaos. Besonders pikant ist, dass die Aufnahmen direkt vor und nach einer Qualitätskontrolle von McDonald`s aufgenommen wurden.
Bei den Rindern scheitert die Betäubung regelmäßig. Sie erwachen blutend am Schlachtband. Immer wieder versagt das Personal, Falltore werden krachend auf Rinderrücken geschlagen, und Tiere brechen schon vor dem Schuss erschöpft vom Stress und von Elektroschocks zusammen. “Es ist erschütternd zu sehen, wie besonders die absolut zerstörten Milchkühe nach jahrelanger Ausbeutung noch auf den letzten Metern gequält werden. Die Tiere aus Haut und Knochen sind das bevorzugte Burgerfleisch von McDonald’s.” so Friedrich Mülln von SOKO Tierschutz. Die Schweinebetäubung sorgt für ein grausames Erwachen am Schlachtband. Minutenlange Schnappatmung, blinzelnde Augen und Tiere, die gegen den Einzug in das Brühbad kämpfen. Der traurige Höhepunkt: Mindestens ein Tier wird bei Bewusstsein ins heiße Wasser gezogen und kämpft um sein Leben. Arbeiter sehen bei den Zuständen mitleidslos zu. Diese Zustände sind Alltag, zigfach dokumentiert in wenigen Stunden. Und das, obwohl der Schlachthof sogar die Bio Zulassung hat und über ein bis zu sechsköpfiges Veterinärteam verfügt. Zwei Veterinärstudenten sehen zu, als Rinder aus der Betäubung erwachen, ermerkt wird das in dem Protokoll aber nicht. Stattdessen prahlt einer damit, die Tiere selber mit dem Elektroschocker misshandelt zu haben.
Massive Hygieneprobleme: So wird mit Messern in das Fleisch gestochen, die verkeimt sind und Sterilisation wird vernachlässigt. SOKO Tierschutz erstattet Strafanzeige gegen den Schlachthof Frenken und das untätige Veterinäramt. Leider sind diese Zustände nach zahlreichen Recherchen der Tierschutzorganisation in deutschen Schlachthöfen, ob groß oder klein, immer noch Alltag.“
Original-Content von: SOKO Tierschutz e.V.

McDonalds hat mittlerweile die Zusammenarbeit mit diesem Schlachthof beendet.
Wer sich nun fragt, wie so etwas passieren kann, in Deutschland gibt es doch Kontrolleure und in Schlachtereien Behördenkontrollen, der sollte, auch vom SOKO Tierschutz e.V., den folgenden Bericht lesen:

„Eschweiler/Düren (ots) – Nach der schockierenden undercover Dokumentation aus dem Schlachthof Düren, die das Ertrinken im Brühbad, unbetäubte Rinder am Schlachtband und heftige Gewalt gegen Tiere zeigte, fragen sich viele Menschen, warum die Überwachung von Schlachthöfen so kläglich versagt.
SOKO Tierschutz hat im Oktober 2017 einen Arbeiter während einer großen Behördenkontrolle undercover im Schlachthof Eschweiler eingeschleust, ein Betrieb mit einer langen Vorgeschichte an Tierschutzproblemen. Das Resultat: Ähnliche Zustände wie in Düren, obwohl die Mitarbeiter ausdrücklich vorgewarnt wurden und es in dem Betrieb von Kontrolleuren nur so wimmelte. Tiere zeigten trotz Betäubung deutliche Schmerzreaktionen und heftige, koordinierte Abwehrbewegungen. Ein erschöpftes Tier wird brutal und vielfach mit dem Elektroschocker traktiert und das alles unter den Augen der permanenten Videoüberwachung, die extra zur Tierschutz-Überwachung installiert wurde. Und gerade in den kritischen Bereichen bekam man die Kontrolleure kaum zu Gesicht. “Das zeigt, dass weder die angemeldeten Kontrollen, noch die als große Lösung versprochene Videoüberwachung ernsthaft etwas an dem Chaos, dem Rechtsbruch und der Tierquälerei im Schlachthof ändern. Es ist ein Totalversagen des Systems Schlachthof”, so Friedrich Mülln von SOKO Tierschutz.
SOKO Tierschutz fordert nach dem erneuten Schlachthofskandal ein hartes Durchgreifen und die Einrichtung von regional unabhängigen Spezialeinheiten mit starken Befugnissen und unangemeldeten Kontrollen. Denn die Landratsämter, haben sich in Sachen Tierschutz und Verbraucherschutz auf ganzer Linie disqualifiziert. “Betriebe wie Düren und Eschweiler müssen als Exempel geschlossen werden. Es kann nicht sein, dass man nach Jahren von Tierschutzproblemen und Schlampereien abwartet, bis beispielhaft eine Ruine wie der Schlachthof Eschweiler pleite geht und die Tiere bis dahin den Preis zahlen müssen”, so Mülln. Der Tierschutzverein hat Strafanzeige gestellt.“

Ich weiß nicht, wieviele Schlachthöfe und Schlachtereien es in Deutschland, in Europa, gibt. Die oben aufgezeigten Skandale werden nur ein Bruchteil der Skandale sein, die tagtäglich passieren. Der Artikel zeigt doch, dass nur der Profit zählt. Sonst nichts!

Wir als Verbraucher haben aber die Macht, dagegen etwas zu unternehmen. Wir haben die stärkste Waffe: Unser Geldbeutel!
Macht Euch schlau, informiert Euch und kauft nicht blindlings einfach ein.
Erdbeeren im Winter zum Beispiel können nicht schmecken, die werden tausende Kilometer um die Welt antransportiert und können nicht frisch oder gesund sein.

Bleibt neugierig

Euer Karsten

Hallo meine lieben Genuss-Indianer,

die Firma Feodora ruft unten stehende Artikel zurück.

Der Grund ist, dass es nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich in einzelnen Verpackungen Plastikteilchen befinden. Es handelt sich eine Erweiterung der Warnung vom 09.11.2017.
Bitte verzehrt diese Artikel nicht, sondern bringt sie in den Markt zurück, in dem ihr diese Artikel gekauft hat.

 

Anthon Berg Sweet Moments Marzipan Riegel Mini , 165g

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anthon Berg Luxury Gold Pralinen 200g,400g, 800g

Anthon Berg Diplomat Pralinen 1000g

Anthon Berg Signature Pralinen 500g

Hallo meine lieben Genuss-Indianer,

heute wende ich mich mal an die Gastronomen.
Egal, ob Du ein Restaurant, ein Café eine Bar oder einen Foodtuck hast, am Ende kommt die Rechnung für Deine Kunden.
Mit dem richtigen Kassensystem sparst Du Zeit, Stress und Geld.
Es gibt ein Kassensystem ohne groß vorher programmiert zu werden. ohne lange Einarbeitungszeit.
Ein Kassensystem 100% Finanzamt- und GoDB-konform.

Und es ist flexibel.
Z.b. bei Saisongeschäften.
Du hast eine Terrasse, die nur in den Sommermonaten geöffnet ist?
Dann brauchst Du ein Kassensystem, welches in der Zeit, in der Deine Terrasse geschlossen ist, einfach pausiert.

Kein Platz für eine Kasse?
Wie wäre es mit einer iPad-Kasse…  die passt überall hin und sieht auch noch stylisch aus. Sogar in einem Foodtruck.

Möchtest Du Deine Zeit mit den Kunden verbringen und nicht mit dem Kassensystem?
 
Mele Dich bei bei meinem Partner in IT-Fragen, bei Eagle-it und wir zeigen Dir die Kassenlösung für Deine Gastronomie .
Schreibe uns unter info@eagle-it.de oder unter karsten@stockhecker.de

Hallo meine lieben Genuss-Indianer,

letztens habe ich mich in einem Supermarkt gefragt, wie ein Kilo Bratwurst nur 3,90€ oder überhaupt das Fleisch- und Wurstangebot in der Kühltheke so günstig sein kann.
Teilweise ist Fleisch günstiger als Obst oder Gemüse.
Schaut man sich die Preisentwicklung von 2012 bis 2016 an, so ist der Preis für Obst (16.4%) und Gemüse (11,9%) höhre gestiegen als für Fleisch (4,3%).
Aber warum ist das so?

Nun, die Industrie produziert so billig wie möglich, um mehr Gewinn zu erwirtschaften. Wer dabei auf der Strecke bleibt, könnt ihr Euch denken, liebe Genuss-Indianer, das sind die Verbraucher. Das Produkt wird entweder mit Separatorenfleisch gestreckt oder damit hergestellt.

Was ist dieses Separatorenfleisch?
Die offizielle, verbraucherfreundliche Antwort auf diese Frage ist folgende:
Separatorenfleisch ist das Fleisch, welches nicht von Hand mit dem Messer vom Knochen entfernt werden kann. Es wird anschließend maschinell entfernt.
Schaut man aber genauer hinter den Herstellungsprozess, dann sieht es anders aus, ich möchte nicht ekliger sagen, doch es ist leider so.

Bei der Herstellung wird nicht das Fleisch vom Knochen entfernt, sondern mit dem Knochen zerkleinert und mit sehr hohem Druck durch löchrige Zylinder gepresst oder durch Hochdruckwalzen bearbeitet. Dadurch wird das Fleisch vom Knochen separiert, daher auch der Name Separatorenfleisch. Man hat zum Schluss einen Fleischbrei. Ob man es nun noch Fleisch nennen darf, ist eine andere Sache.
Es kann bei der Produktion nicht ausgeschlossen werden, dass Knochen- oder Sehnenreste, Nervengewebe oder Rückenmark in die Produktionsstufen gelangt. Die Reste enthalten z.B. Prionen, die als Auslöser der Creutzfeld-Jakob-Krankheit gelten.

Prionen sind Proteine, die im tierischen Organismus als normal oder auch in gesundheitsschädigenden Strukturen vorliegen können. Das Wort Prion setzt sich aus den englischen Wörtern Protein und infection zusammen. Es handelt sich also nicht um Lebewesen, sondern um organische Toxine (Gifte) mit virusähnlichen Eigenschaften. Während des BSE-Skandals kam das Separatorenfleisch sehr stark in die Kritik.

Seit dem 1.10.2000 ist die Herstellung und Verarbeitung vom Restefleisch von Rindfleisch verboten. Bei Schweine- oder Geflügelfleisch darf es jedoch verwendet werden, muss aber als Separatorenfleisch auf dem Etikett deklariert werden.
Habt ihr schon einmal das Wort auf einem Etikett gesehen? Ich nicht.

Eine Sicherheit, ob man gutes Fleisch oder Restefleisch auf dem Teller hat, gibt es für den Verbraucher nicht. Sogar die Verbraucherzentrale schreibt auf der eigenen Homepage, dass die Verarbeitung mittlerweile so gut ist, dass es schwer wird, das Restefleisch in einem Produkt zu identifizieren.
Am besten kauft man sein Fleisch nur noch beim Metzger seines Vertrauens und nicht im Supermarkt.

Ist das Restefleisch ungesund?
Das lässt sich nicht so einfach beantworten. Geht man davon aus, dass bei der Produktion alles sauber abläuft, also unter den entsprechenden Standards, so ist es ungefährlich. Doch zu oft hat die Industrie bewiesen, dass Quantität und billig vor Qualität des Fleisches steht. Das fängt schon mit den Bedingungen bei der Aufzucht der Tiere an und geht weiter bei den schlechten Bedingungen der Wanderarbeiter aus dem Osten.

Habt ihr gewusst, dass Separatorenfleisch, welches mit Salmonellen belastet ist, weiter verarbeitet werden darf? Allerdings nur in wärmebehandelte Fleischerzeugnisse. Das kann doch nicht wahr sein, oder?

Meine lieben Genuss-Indianer, wenn wir nur noch regional und saisonal einkaufen, nicht mehr in Supermärkten, sondern direkt beim Bauern oder, wie gesagt, beim Fleischer des Vertrauens, dann wird es die Industrie merken, dass man uns nicht verarschen kann. Entschuldigt bitte den Ausdruck.

Können wir was erreichen?
Wir haben die stärkste Waffe, die es gibt. Das ist unser Portemonnaie. Wenn wir etwas nicht mehr kaufen, macht die Industrie keinen Gewinn und verliert dann die Lust, so etwas weiter zu produzieren. Wir stärken weiterhin die regionalen Hersteller um die Ecke, die noch auf Qualität und nicht auf Quantität setzen

 

Bleibt neugierig und überlegt lieber einmal mehr nach, was ihr wo einkauft.

Euer Karsten

Hallo meine lieben Genuss-Indianer,

da ist er , der November…. 

 

Was bringt er uns? Dieses Jahr nichts Schönes. Nennen wir ihn dieses Jahr No-vember…. Restaurantbesuch, geht nicht.. aber zu Hause kochen geht….

Nun stellen wir uns, die saisonal kochen, die Frage:

Was hat im November Saison?

 

Salat

 

Bei den Salaten hat der Feldsalat. Er wird auch Mauseohrensalat genannt, ein wie ich finde, passenderer Name. Er hat einen hohen natürlichen Eisengehalt. Nur die Petersilie hat mehr. Was ihn noch gesund macht sind die 35mg Vitamin C pro 100g Mauseohrensalat.

Chicorée hat ebenfalls Saison. Hierzulande kennt man ihn weniger. Die Franzosen dagegen lieben Chicorée so doll, dass sie fast die gesamte Ernte selber essen. Dagegen bauen die Belgier auch für den Export an. Dabei ist Chicorée gesund mit den Vitaminen A, B und C. Er hat auch Kalium, Kalzium, Phosphor und Magnesium.

Endiviensalat ist der nächste Salat der Saison. Er hat einen verhältnismäßig hohen Gehalt an Kalium und Kalzium. Ebenso ist Vitamin A und Folsäure enthalten. Man sagt, der Bitterstoff Lactucopikrin soll eine appetitanregende Wirkung haben, was ihn zu einem sehr guten Vorspeisesalat macht.

 

Gemüse

 

Beim Gemüse ist der Teller reichlich gedeckt, wie ich finde. 

Kohl ist im November angesagt. Ob Grün-, Rot-, Weiß-, oder Rosenkohl, alles hat Saison. 

Auch der Kürbis, das Porree und die Pastinake sind im November frisch zu haben. Champignons, Fenchel, rote Beete, Schwarzwurzeln, Spinat, Steckrüben, Topinambur und Wirsing. Alles ist im November zu haben.

Das Wintergemüse überhaupt ist der Grünkohl. Mit 8,7mg hat er den höchsten Gehalt an Betacarotin überhaupt von allen Lebensmitteln (Betacarotin schützt vor einem hohen Cholesterinspiegel, vor Herzerkrankungen und ist entzündungshemmend). Er gehört zu den Kohlsorten mit dem höchsten Vitamin C Anteil. Isst man Grünkohl roh, was allerdings selten gemacht wird, zählt er zu den Vitamin C reichsten Lebensmitteln überhaupt.
Ein Wort zur Pastinake. Im 18. Jahrhundert war sie in aller Munde. Doch als die Kartoffel entdeckt wurde, verlor die Pastinake in Deutschland an Bedeutung. Das hat sie nicht verdient. Aus dem würzigen Gemüse kann man deftige Eintöpfe machen oder feine Suppen oder Pürees. Liebe Genuss-Indianer, gebt der Pastinake eine Chance und nehmt sie in euren Speiseplan auf.

 

Obst


Beim Obst sieht es ein weinig mau aus. Da haben der Apfel, die Birne und die Quitte Saison. Die Quitte allerdings nur noch für kurze Zeit. Sie eignet sich hervorragend für Marmelade. Also, ab auf den Markt und Quitten gekauft, dann an die Öfen und Marmelade gekocht.


Kommen wir zum Fleisch. 

Wer Wildfleisch mag, der kann zu Feldhase und -Kanninchen greifen. Ebenso hat Hirsch und Wildschwein Saison. 


Beim Wildfleisch haben im November der Feldhase und -kaninchen, Hirsch und das Wildschwein Saison. Die Pute und die Gans haben beim Geflügel Saison. Hähnchen erwähne ich nicht extra, da es ganzjährig zu haben ist.
Beim Fisch haben der Kabeljau aus Island Hauptsaison, die Jakobsmuschel aus Norwegen, und aus Nord- und Ostsee die Miesmuschel.

Hallo meine lieben Genuss-Indianer,

der November steht vor der Tür. Nun stellen alle, die saisonal kochen, die Frage:
Was hat im November Saison?

Bei den Salaten ist es der Feldsalat. Er wird auch Mauseohrensalat genannt, ein wie ich finde, passenderer Name. Er hat einen hohen natürlichen Eisengehalt. Nur die Petersilie hat mehr. Was ihn noch gesund macht sind die 35mg Vitamin C pro 100g Mauseohrensalat.
Chicorée hat ebenfalls Saison. Hierzulande kennt man ihn weniger. Die Franzosen dagegen lieben Chicorée so doll, dass sie fast die gesamte Ernte selber essen. Dagegen bauen die Belgier auch für den Export an. Dabei ist Chicorée gesund mit den Vitaminen A, B und C. Er hat auch Kalium, Kalzium, Phosphor und Magnesium.
Endiviensalat ist der nächste Salat der Saison. Er hat einen verhältnismäßig hohen Gehalt an Kalium und Kalzium. Ebenso ist Vitamin A und Folsäure enthalten. Man sagt, der Bitterstoff Lactucopikrin soll eine appetitanregende Wirkung haben, was ihn zu einem sehr guten Vorspeisesalat macht.

Beim Gemüse ist der Teller reichlich gedeckt. Kohl steht an erster Stelle. Ob Grün-, Rot-, Weiß-, oder Rosenkohl, alles hat Saison. Auch der Kürbis, das Porree und die Pastinake sind im November frisch zu haben. Champignons, Fenchel, rote Beete, Schwarzwurzeln, Spinat, Steckrüben, Topinambur und Wirsing. Alles ist im November zu haben.

Das Wintergemüse überhaupt ist der Grünkohl. Mit 8,7mg hat er den höchsten Gehalt an Betacarotin überhaupt von allen Lebensmitteln (Betacarotin schützt vor einem hohen Cholesterinspiegel, vor Herzerkrankungen und ist entzündungshemmend). Er gehört zu den Kohlsorten mit dem höchsten Vitamin C Anteil. Isst man Grünkohl roh, was allerdings selten gemacht wird, zählt er zu den Vitamin C reichsten Lebensmitteln überhaupt.
Ein Wort zur Pastinake. Im 18. Jahrhundert war sie in aller Munde. Doch als die Kartoffel entdeckt wurde, verlor die Pastinake in Deutschland an Bedeutung. Das hat sie nicht verdient. Aus dem würzigen Gemüse kann man deftige Eintöpfe machen oder feine Suppen oder Pürees. Liebe Genuss-Indianer, gebt der Pastinake eine Chance und nehmt sie in euren Speiseplan auf.

 


Bleibt neugierig

Euer Karsten

Hallo meine lieben Genuss-Indianer,

seit dem 1. Oktober 2017 ist die sogenannte EU-Zuckerverordnung bei uns in Deutsachland außer Kraft getreten, sie gibt es einfach nicht mehr. Diese Verordnung schützte bisher unsere heimische Zuckerrübe, aus der bei uns der Zucker hergestellt wurde. Nun ist der Weg frei für HFCS!

HFCS heißt übersetzt „High Fructose Corn Sirup“. Es kommt, wie soll es anders sein, aus den USA. Es ist ein stark fructosehaltiger Maissirup, bei der ein Großteil der Glucose in Fructose umgewandelt wird. Der Fructoseanteil wird bis zu 90% gesteigert. Fachleute orakeln bereits, dass bei uns in den nächsten Jahren 40% des Zuckers aus HFCS hergestellt wird.

Woran liegt das?
Es ist sehr preiswert, denn es wird aus Maisabfällen hergestellt und Mais wird in den Vereinigten Staaten in rauen Mengen hergestellt. Dazu kommt noch, dass es sehr süß ist und dadurch kann die eingesetzte Sirupmenge reduziert werden. Somit ist der Gewinn höher.
In Amerika ist in der industriellen Herstellung von Lebensmittel HFCS (oder auch Isogluckose genannt) nicht mehr wegzudenken. In Erfrischungsgetränken wird dort so gut wie kein Zucker mehr verwendet, es wird nur noch mit HFCS gesüßt.

Dass Zucker ungesund ist, brauche ich Euch, meine lieben Genuss-Indianer, ja nicht erzählen. Doch Isoglukose, ein Gemisch aus Fruktose und Glukose, ist auch schon in geringen Mengen das pure Gift. Wenn man bedenkt, dass in den USA sowohl die Maispflanze als auch die benötigten Enzyme mit Hilfe der Gentechnik hergestellt werden, ist es mit der Gesundheit sowieso vorbei.
Freie Fruktose fördert z.B. Lebererkrankungen und kardiovaskuläre Erkrankungen, also Erkrankungen, die vom Gefäßsystem und/oder Herzen ausgehen, Diabetes und Übergewicht. Fakt ist auch, dass Fruktose bei der Entstehung von Krankheiten, die ernährungsbedingt entstehen, eine besondere Rolle spielt. Die Fruktose wird, anders als Glukose, verstoffwechselt und sehr schnell zu Fett umgebaut. Deshalb geht man heute davon aus, dass die Adipositas-Epidemie bei den Amerikanern vom hohen Konsum an HFCS kommt. Es ist ja nicht so, dass es nur in süßen Lebensmitteln vorkommt. Auch in Ketchup, Wurst, Fertigprodukten oder Aufstriche kann Isoglukose (und natürlich auch „normaler“ Zucker!!) enthalten sein.

Mein Tipp:
Lest das Kleingedruckte auf den Verpackungen. Wenn ihr Begriffe wie HFCS, Maissirup, Fructose-Glukose-Sirup, Glukose-Fruktose-Sirup oder Isoglukose lest, FINGER WEG!!
Am besten kauft ihr nur Lebensmittel ein, die keine Zutatenliste haben. Und wenn doch, dann nicht mehr als fünf Zutaten. Wenn Zutaten dabei sind, die man nicht aussprechen kann, auch Finger weg.

Bleibt neugierig

Euer Karsten