Afrikanische Hähnchenkeulen

Portionen 4

Zutaten

  • 3 Knoblauchzehen
  • 2 Zitrone
  • 4 Hühnerkeulen
  • 1/2 kg Kartoffeln
  • 3 Zwiebeln
  • 2 TL Salz
  • 1/2 TL Paprika
  • 1/2 TL Zimt
  • 1/2 TL Koriander
  • 2 EL Öl
  • 125 ml Hühnerbrühe
  • 125 ml Wermut
  • 1 Chilischote wer es scharf mag

Anleitungen

  • Für die Marinade: Die Schale einer gewaschenen Zitrone abreiben und den Saft von 2 Zitronen auspressen.
  • Knoblauch ganz fein schneiden und mit einem TL Salz zu einer Paste zerdrücken. Für die Schärfe die Chilischote entkernen und klein schneiden. Das alles zusammen mixen und ziehen lassen.
  • Für die Gewürzmischung: 1 TL Salz mit Zimt, Paprika, Koriander vermengen. Die Haut den Hähnchenkeulen vorsichtig anheben und das Fleisch darunter mit dem Großteil der Mischung einreiben. Danach die Haut wieder über das Fleisch ziehen.
  • Kartoffeln schälen und vierteln. Zwiebeln schälen und klein schneiden.
  • Das Backblech mit Öl einpinseln. Die Hähnchenkeulen mit der Haut nach oben auf das Blech legen. Die Marinade großzügig über die Keulen gießen.
  • Die Kartoffeln und die Zwiebeln mit auf das Blech legen und die Gewürzmischung darüber streuen. Die Brühe und den Wermut angiessen. Wer keinen Alkohol mag, kann den Wermut mit der Brühe ersetzten.
  • Den Ofen auf 180 Grad stellen. Das Blech in den Ofen schieben und ca. 40-50 Minuten braten.
  • Wer mag kann noch Gemüse mit auf das Blech legen. Ich habe mich Möhren klein geschnitten dazu gegeben. Es passen Tomaten oder Bohnen noch sehr gut dazu. Guten Appetit

Wir wünschen all unseren Lesern/Leserinnen ein Frohes und Besinnliches Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Für das Jahr 2017 haben wir uns viel vorgenommen. Es gibt einige neue Sachen (z.B. Podcast) und mehr Rezepte, mehr

Interessantes rund um das Thema Essen und Trinken.

Lasst Euch überraschen.

Euer Karsten


Was ist das eigentlich?

Eine vollwertige Ernährung sollte Deinen persönlichen Energiebedarf berücksichtigen. D.h., dass ein Sporttreibender einen anderen Energiebedarf hat als jemand, der keinen Sport betreibt. Man soll ja nicht unter- oder übergewichtig werden. Regelmässig bewegen oder körperliche Aktivitäten unterstützen dabei, das Gewicht zu halten. Man kann die gesundheitsfördernde Wirkung von Bewegung oder körperlichen Aktivitäten durch nichts ersetzen und ist daher auch ein unabdingbarer Teil bei einer gesunden Lebensart.

Eine vollwertige Ernährung sollte abwechslungsreich, vielseitig und ausgewogen sein. Dadurch wird gewährleistet, dass man alle notwendigen Substanzen bekommt. Auch alle lebensnotwendigen Nährstoffe erhält man dadurch in ausreichender Menge. Um das zu gewährleisten, sollte man nur qualitativ hochwertige Lebensmittel bevorzugen. Am Besten frische Lebensmittel oder tiefgekühlt.

Bei der vollwertigen Ernährung gibt es keine Ge- oder Verbote. Es gibt Empfehlungen, welche Produkte man besser nehmen soll und welche man besser meidet. Sie besteht zwar zum größten Teil aus pflanzlichen Produkten, kann aber auch mit Fleisch oder als vegetarische Form praktiziert werden.

Keines der Lebensmittel enthält alle lebenswichtigen Nähr- und Mineralstoffe alleine. Deshalb kombiniert man die Lebensmittel. Und je abwechslungsreicher die Lebensmittel in den Mahlzeiten sind, desto einfacher ist es, den Nähr- und Mineralstoffbedarf zu decken.

Wer jetzt mit einer vollwertigen Ernährung anfangen will, sollte sich im Klaren sein, dass es schwer wird, alte Gewohnheiten abzulegen. Am Anfang kann es sein, dass es zu Unverträglichkeiten kommt, wie z.B. Blähungen. Das ist normal, denn es wird auf den erhöhten Ballaststoffgehalt reagiert. Ist der Körper daran gewöhnt, verschwinden die Blähungen. Es ist ratsam, langsam auf eine vollwertige Ernährung umzustellen. Am Anfang besser das Gemüse in wenig Gemüsebrühe zart dünsten, dann kann es besser vertragen werden. Mit rohem pürierten Gemüse kann man Saucen verfeinern und liefert so eine Extraportion Vitamine. Tiefkühlgemüse und -obst, wenn es nicht zubereitet, sondern blanchiert ist, enthält viele Nährstoffe. Es ist eine Alternative zu frischem Obst und Gemüse, wenn es gerade nicht Saisonobst oder -gemüse gibt.

Man sollte bei der vollwertigen Ernährung 1,5 – 2 Liter Flüssigkeit trinken. Das ist eine große Menge. Am Anfang ist das allein schon schwer zu schaffen. Damit es leichter wird und man sich daran gewöhnt, trinkt man jede Stunde ein Glas. Am besten Wasser und keine gezuckerten Getränke.

Beim Brot nicht nur dunkles Brot mit ganzen Körnern ist Vollkornbrot. Es gibt auch helle Brotsorten mit fein gemahlenem Korn, die zu den Vollkornbroten zählen. Sie sind auch am Anfang leichter bekömmlich. Und am Besten ist es, wenn man zum Brot immer etwas Frisches isst, wie Gurkenscheiben, Tomaten, Radieschen oder Paprika.

Geniesst Euere Mahlzeiten und esst dadurch weniger. Wird in Eile und Hektik gegessen, isst man meist mehr als man wollte, weil das Sättigungsgefühl erst mach einigen Minuten eintritt. Ausserdem sollte man sich Zeit nehmen und die Speisen gut zu kauen. Meine Oma hat immer gesagt: „Gut gekaut ist halb verdaut“. Lieber öfters essen als große Portionen.

Die eine Hälfte einer Mahlzeit sollte Obst oder Gemüse enthalten. Beim Getreide sollte die Hälfte Vollkorn und die Milch fettfrei oder -arm sein.

Aber nicht nur die Auswahl der Lebensmittel ist bedeutsam, auch die Lagerung und die Zubereitung. Viele der Inhaltsstoffe sind sehr empfindlich gegenüber Sauerstoff, Licht, Hitze oder Wasser. Du zerstörst die lebensnotwendigen Mineral- und Nährstoffe bei falscher Lagerung oder falscher Vor- und Zubereitung. Wenn man Obst und Gemüse dunkel und kühl lagert, bleiben die Inhaltsstoffe länger erhalten. Zubereitete Speisen sollten nicht warm gehalten werden, sondern sollten rasch abgekühlt werden und bei Bedarf wieder aufgewärmt werden.

Sich vollwertig zu ernähren ist nicht einfach heutzutage. Es gibt zuviel Angebote im Handel, die einer vollwertigen Ernährung nicht zuträglich sind. Daher werde ich hier öfters darüber schreiben, um Euch die vollwertige Ernährung bewusster zu machen. Bei mir dauert die Umstellung noch an, zu groß ist noch die Versuchung, Lebensmittel zu kaufen , die nicht gut für eine Ernährung sind. Es ist auch schwer, herauszubekommen, was gute und was schlechte Lebensmittel sind. Ich lerne und werde Euch dabei helfen.

Guten Appetit

Ich bin Vegetarier. Diesen Satz hört man immer öfter. Doch was bedeutet denn eigentlich vegetarisch leben?

Jemand, der vegetarisch lebt, isst neben pflanzlichen Lebensmitteln noch Produkte, die von lebenden Tieren stammen. Das Wort vegetarisch leitet man aus dem lateinischen ab. „vegetare“ heisst beleben, „vegetus“ heisst lebendig, frisch oder belebt. Es stammt nicht aus dem indianischen „Zu doof zum jagen“..

Nicht gegessen werden Fische oder Fleisch und daraus hergestellte Produkte wie Gelatine oder Schmalz, weil dafür ein Tier getötet werden muss.

Es gibt Formen des Vegetarismus. Da sind die Ovo-Lakto-Vegetarier. Sie essen neben pflanzlicher Kost auch Eier und Milch. Die Ovo-Vegetarier essen Eier, aber keine Milchprodukte und die Lakto-Vegetarier essen keine Eier, aber dafür Produkte aus Milch.

Und es gibt noch die Veganer. Die verzichten auf alle Lebensmittel, die von einem Tier stammen. Das vegane Leben bezieht sich nicht nur auf die Lebensmittel, sondern auch auf Gebrauchsgegenstände. Sie tragen nichts aus Leder Wolle oder aus Seide, weil auch diese Rohstoffe  von Tieren stammen.

Eine weitere Form der Ernährung heisst Paleo.  Diese Ernährungsform wird auch Steinzeit- oder Urzeiternährung genannt. Es werden hier nur Lebensmittel zugelassen, die es bei unserer Vorfahren schon gab. Unser Körper kann nur diese Lebensmittel richtig verarbeiten, weil in uns drin noch der Steinzeitmensch ist. Gegessen werden darf Fleisch, Fisch, Eier, Gemüse, Samen, Obst und Nüsse, und ein paar Fette. Nicht gegessen werden darf Getreide, Hülsenfrüchte, Zucker, Milchprodukte und Zusatzstoffe.  Die Nachhaltigkeit dieser Ernährungsform ist nicht gegeben, da sie sehr Fleischlastig ist.

Die Rohköstler glauben, dass durch das Erhitzen von Lebensmittel die wichtigen Nährstoffe und Vitamine zerstört werden. Daher wird bei dieser Ernährungsform nur Rohes oder auf maximal 42 Grad erhitztes gegessen. Als Rohköstler isst man viel röhre Obst und Gemüse, Nüsse, Samen und Kräuter.

Die Frustrier gehen noch einen Schreitt weiter als die Rohköstler oder Veganer. Es sollen nicht nur keine Tiere für die Nahrung sterben sondern auch keine Pflanzen. Daher essen die Frutarier nur Lebensmittel, bei der während der Ernte keine Pflanze beschädigt wird: etwa Obst, Nüsse und Samen, viele essen auch Getreide und bestimmte Gemüse. Knollen oder Wurzeln, etwa Kartoffeln oder Zwiebeln, sind tabu. Manche Frutarier versuchen sogar, nur Obst, das von selbst vom Baum gefallen ist, zu verzehren. Der Fruganismus gehört zu den eher absurden Ernährungsideen, denn er birgt die Gefahr der Unterversorgung mit Nährstoffen.

Die letzte Ernährungsform, die ich Ich vorstellen möchte, heisst Slow Food. Die Philosophie dahinter: Das Essen soll „gut“ sein, also lecker und frisch, es soll sauber hergestellt worden sein, ohne Schaden an Mensch, Natur oder Tier zu verursachen. Die Slow Foodler sind für eine verantwortungsvolle Landwirtschaft und für ein traditionelles Lebensmittel-Handwerk. Es wird sich möglichst regional und fair und bio ernährt. Diese Art der Ernährung zielt nicht auf Gesundheitsaspekte sondern die Nachhaltigkeit.

Welche Ernährungsform nun Deine ist, ist mir persönlich egal. Hauptsache gesund und lecker, die Umwelt wird geschont und Du weißt, was Du da isst. Nichts ist schlimmer, als zu essen, weil man essen muss. Dann ist es einem egal, was man da ist. Chemie im Essen? Egal, hab Hunger…. Das ist der falsche Weg. Mein Appell an Euch:

Interessiert Euch für das, was gegessen wird. Macht Euch schlau, woher das Essen kommt, wie es zubereitet wird und wieviel Chemie enthalten ist. Tiere sollten ein glückliches Leben gehabt haben, Artgerecht gehalten worden sein, das Obst und Gemüse aus der Region, wenig bis garnicht gespritzt worden sein.

Süß-saures Putenfleisch

Gericht Hauptspeise
Portionen 2 Personen

Zutaten

  • 350 g Putenflesich
  • 1 Paprikaschote
  • 2 Möhren
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 Ingwerwurzel (ca. 25g)
  • 175 g Ananas
  • 1 EL Öl
  • 150 ml Orangensaft
  • 1 EL Rotweinessig
  • 75 ml Ketchup
  • 1 EL Honig
  • Pfeffer
  • Salz

Anleitungen

  • Das Putenfleisch gut abspülen und danach trocken tupfen. Das Fleisch in ca. 2-3 cm große Würfel schneiden.
  • Die Zwiebel schälen und in kleine Stücke schneiden. Den Ingwer schälen und in feine Streifen schneiden. Die Möhren schälen und in kleine Scheiben schneiden. Den Paprika vierteln und entkernen, waschen und in kleine Würfel schneiden.
  • In einer Pfanne oder Wok das Öl erhitzen. Das Putenfleisch hinein geben, salzen und gut anbraten anbraten.
  • Wenn das Fleisch angebraten ist, aus der Pfanne oder Wok nehmen, auf einen Teller legen und zudecken, damit es warm bleibt. Die Zwiebel, Möhren und den Paprika in der Pfanne oder Wok unter Rühren so 3-4- Minuten anbraten. Den Ingwer Hineine geben und kurz andünsten.
  • Jetzt den Orangensaft, Essig, Ketchup und den Honig in die Pfanne oder Wok geben, umrühren und ca eine Minute kochen lassen.
  • Das Fleisch und die Ananasstücke in die Pfanne oder Wok geben und das Ganze bei mittlerer Hitze ca. 5 Minuten kochen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  • Dazu schmeckt am Besten Reis. Guten Appetit

Notizen

Putenfleisch ist fettarm und eiweißreich. Putenfleisch liefert wichtige Eiweißbausteine (Aminosäuren), allen voran Arginin, Histidin und Methionin, die für Muskeln und Zellen heranwachsender Kinder wichtig sind. Putenfleisch enthält außerdem reichlich B-Vitamine, vor allem auch B12, das nur in tierischen Lebensmitteln wir Putenfleisch enthalten ist. Bei der Aufzucht gibt es keine Käfige, konventionelle deutsche Mäster halten die Tiere in Herden von mehreren Tausend Stück in Ställen. Die Puten können sich frei bewegen und natürlichen Verhaltensweisen wie Picken, Scharren, Flügelschlagen oder im Staub baden ausüben.
Achtet beim Putenfleisch auf die Kennzeichnung D/D/D. Sie gilt nur für Puten, die in Deutschland geboren, aufgewachsen und geschlachtet wurden. Damit ist weitgehend gesichert, dass die vergleichsweise strengen deutschen Vorschriften bei Aufzucht, Transport und Schlachtung eingehalten wurden. Bio-Puten liefern wegen ihres langsameren Wachstums und der Haltung im Freien bessere Fleischqualitäten

Bevor es hier mit der vollwertigen Ernährung im nächsten Artikel weiter geht, ein paar Worte zum Einkaufen selber.

Jeder kommt vom Einkaufen mit Plastiktüten zurück. Habt Ihr Euch mal darüber Gedanken gemacht? Es ist selbstverständlich geworden, eine Plastiktüte zu nehmen. Der weltweite Plastiktütenverbrauch im Jahr wird auf 1 Billion geschätzt. Und nur ein Bruchteil der Tüten wird recycelt oder thermisch verwertet. 90 % landen auf Mülldeponien. Es dauert je nach Art des Plastiks 100 bis 500 Jahre bis so eine Plastiktüte vollständig zerfallen ist.

In Deutschland werden pro Kopf im Jahr 76 Plastiktüten verbraucht. Das sind allein in Deutschland 6,1 Milliarden Tüten im Jahr. Oder mal anders gerechnet 11.700 Tüten pro Minute!!
Die meisten Plastiktüten werden aus fossilem Rohöl hergestellt. Die CO2 Emissionen der weltweit jährlich gebrauchten Tüten werden auf knapp 31 Millionen Tonnen geschätzt. Besonders schädlich ist das achtlose Wegwerfen der Tüten in die Umwelt. Nur jede zehnte Tüte landet in Deutschland im Müll.

Stellt Euch mal folgendes Szenario vor:

Man liegt am Strand und geniest die Sonne. Dann plötzlich kommt ein Müllwagen voll mit Plastiktüten und kippt die ganze Ladung ins Meer. Eine Minute später kommt der nächste. Und so weiter. Das ganze 60 mal in der Stunde, 1440 mal am Tag.

Jetzt höre ich einige sagen, der spinnt doch.

Doch leider spinne ich nicht. Das entspricht der Wahrheit. Jedes Jahr gelangen 8 Millionen Tonnen Plastik ins Meer. Das sind genau ein Müllwagen in der Minute. Eine Studie besagt, dass es im Moment schon 150 Millionen Tonnen Plastikmüll im Meer gibt. Wenn das so weiter geht, wird es bald mehr Plastik als Fische im Meer geben. Beängstigend, oder?

Doch was kann man gegen den Verbrauch von Plastiktüten machen?

Es gibt in der EU schon unterschiedliche Maßnahmen. In England z. B. gibt es eine freiwillige Vereinbarung mit dem Handel, den Verbrauch von Plastiktüten zu verringern. In Belgien, Dänemark und Irland wurden Steuern eingeführt, in Italien wurden die biologisch nicht abbaubaren Plastiktüten verboten und in Frankreich sogar alle Einwegtüten.

Meines Erachtens und auch die der Deutschen Umwelthilfe, ist die Aktion des Havelländischen Land- und Bauernmarkt in Spandau vorbildlich. Sie wurde von der Deutschen Umwelthilfe als „Best Practice“ ausgezeichnet.

Seit Mai 2015 wird auf dem Havelländischen Land- und Bauernmarkt durch das Angebot von Mehrwegtaschen und Anreize zu deren Nutzung die Umwelt geschützt. Kunden finden seither auf dem Markt:

  • Second-Hand-Mehrwegtaschen aus Baumwolle
  • Bonusstempelkarten – jeder zehnte Einkauf ohne neue Plastiktüten wird mit einer kulinarischen Köstlichkeit belohnt
  • einen Plastiktütenspender, mit bereits gebrauchten Tüten, die wieder verwendet werden können – den sogenannten „Pink-Zander“
  • den „Klimabotschafter“, der für Fragen zur Aktion ansprechbar ist und über die Umweltauswirkungen des Plastiktütenverbrauchs informiert.

Auch jeder einzelne von Euch kann dazu beitragen, den Plastikmüllberg zu verringern. Nehmt zum Einkaufen immer eigene Taschen, Rücksäcke oder alte Tüten mit. Und wenn es doch eine Einwegtüte beim Einkaufen gibt, benutzt die so oft wie es geht. Erst wenn sie dreckig ist, benutzt sie als Mülltüte für die gelbe Tonne. Auch Papiertüten und Baumwollbeutel sind ökologisch nicht besser als Plastiktüten, wenn sie nicht mehrfach genutzt werden.

Bitte, liebe Leute. KEINE Plastiktüten mehr, ok?

 



Wir sind es gewöhnt, im Supermarkt alles zu jeder Jahreszeit  zu bekommen. Man macht sich keine Gedanken mehr darüber, welches Gemüse gerade Saison hat. Es ist ja auch egal, denn im Supermarkt liegt es in den Theken. Zu Weihnachten Spargel? Kein Problem oder im Januar frische Erdbeeren? Logisch.
Doch dieses Prinzip, dass man alles immer haben kann, schadet die Umwelt. Was im Moment nicht in Deutschland wächst, importiert man einfach. Aus alles Herren Ländern kommen die Lebensmittel per Schiff oder mit dem Flugzeug nach Deutschland, werden mit LKW in die Supermärkte verteilt. Wie sehr allein das der Umwelt schadet, ist enorm.
Oder man hilft der Natur auf die Sprünge, indem man mit Chemikalien und einem großen Aufwand nachhilft. Gewächshäuser müssen beheizt werden, damit auch im Winter Tomaten oder Salat wächst. Der Energieaufwand dafür ist immens und das schlägt sich wiederum im Preis nieder.

Frische Erdbeeren ein paar Wochen früher auf den Markt bringen? Bringt ja auch ein paar Wochen mehr Gewinn. Dazu werden ganze Ländereien mit Plastikfolien bedeckt, damit die Erdbeeren die richtige Temperatur zum Wachsen schon früher bekommen. Doch unter diesen Folien ist es nicht nur warm, sondern auch feucht. Das wiederum mögen Pilze und um das zu verhindern, werden Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Die Konzentration solcher Pflanzenschutzsubstanzen sind dann sehr hoch. Ob dann die Erdbeeren noch gesund sind, wage ich zu bezweifeln.
Gewächshäuser oder Treibhäuser sind auch nicht so die Lösung. Das Gemüse daraus ist meist stärker mit Nitrat belastet als das Gemüse, welches frisch vom Feld kommt. Klar, Nitrate kommen in der Natur im Boden auch vor und geben dem Gemüse die Mineralstoffe, die es braucht. Doch in einem Treibhaus kommen zu den Nitraten der Erde noch die Nitrate aus den Düngemittel dazu. Je weniger Sonnenlicht die Pflanzen bekommen, desto langsamer bauen sie den Stoff ab. Das ist der Grund, warum im Winter das Gemüse aus Gewächshäusern viel mehr Nitrat enthält.

Daher raten Umwelt- und Verbraucherschützer genauso wie Ernährungsexperten und ich dazu, möglichst Lebensmittel aus dem heimischen Anbau und nach Saison zu nehmen. Es ist billiger und schont die Umwelt. Doch der wahre Grund für mich ist, es schmeckt einfach besser. Das Gemüse wächst im Freien unter der richtigen Sonne, bekommt Luft und kann mehr Aroma und Nährstoffe entwickeln. Es wird nicht um die halbe Welt geschickt, darf daher in Ruhe reifen und ist frisch und knackig, wenn man es kauft. Zu wissen, wann was wächst und dann auch am besten schmeckt, ist in meinen Augen ein Gewinn.

Doch wann hat denn was Saison?

Gemüse

01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12
Aubergine X  X  X X
Blumenkohl  X X X  X  X X
Bohnen, grüne X  X  X X
Bohnen, dicke X  X  X X
 Brokkoli X X X X X
 Butterrüben X X X X X
 Champignons X X X X X X X X X X X X
 Erbsen X X X
 Fenchel X X X X X X
 Grünkohl X X X X
 Gurken X X X X X
 Kartoffeln X X X X X
 Kürbis X X  X X
 Lauch X X X X X X X X X X X X
 Lauchzwiebeln X X X X X X
 Mais X X X
 Mangold  X X X X X X
 Möhren X X X X X
 Paprika X X X X
 Pastinaken  X X X X X X X
 Radieschen X X X X X X
 Rosenkohl X X X X X X
 Rote Beete X X X X X
 Rotkohl X X X X X X
 Schwarzwurzeln X X X X X
 Spargel X X X
 Spinat X X X  X  X  X
 Spitzkohl X X
 Staudensellerie X X X X
 Steckrüben X X X X
 Tomaten X X X X
 Topinambur X X X X X X
 Weißkohl X X X X X X
 Wirsingkohl X X X X X X X X X X
 Zucchini X X X X X
 Zuckerschoten X X X
 Zwiebeln X X X X

Legende 

= Saison
 –  = Lagerbestand aus heimischen Anbau

Obst

01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12
Apfel X X X X
Aprikose X X
Birne X  X X
Blau-/Heidelbeere X X X X
Brombeeren X X X
Erdbeeren X X X
Himbeeren X X X
Holunderbeeren X X
Johannisbeeren X X X
Kirschen X X X
Mirabellen X X X
Pflaumen X X X
Quitten X X X
Rhabarber X X X
Stachelbeeren X X X
Wassermelonen X X
Weintrauben X X
Zwetschgen X X X X

Legende 

= Saison
 –  = Lagerbestand aus heimischen Anbau

Salat

01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12
Batavia X X X X X
Chicorée X X X X X X X
Eichblattsalat X X X X  X X
Eisbergsalat X X X X X
Endiviensalat X X X X X X X X
Feldsalat X X X X X X X
Kopfsalat X X X X X X
Lollo Rosso X X X X X X
Portulak X X X X X X X X X X
Radicchio X X X X
Rucola X X X X X X X X